»Darum aber haben unsere Vorfahren und Richter eine so langwierige Buße angeordnet, seit die Religion des Christentums in der Welt eingewurzelt ist, weil auch die Seele, nachdem sie einmal Fleisch angenommen, gleichwohl aber zum Lichte der Geburt nicht gelangen konnte, eine langwierige Strafe dulden muß, da sie ohne das Sakrament der Wiedergeburt ( sacramentum regenerationis) durch Abtreibung der Hölle überliefert worden ist.« 0 Dieses Kapitel der (Lex Baiuvariorum VIII,21), die 756 der Synode von Aschheim bereits vorlag, liefert eine Begründung für die ihm vorangehende Bestimmung (VIII,20), wonach bei Abort eine über sieben Generationen jährlich zu zahlende Buße von zwölf Solidi fällig ist.1
Lex Baiuvariorum VIII,21 wird im Zusammenhang mit der Geschichte des Abtreibungsverbots gelegentlich in der Literatur zitiert.2 Folgt man seiner Argumentation, dann ist für die Abortbuße nicht die durch die Abtreibung verhinderte Geburt ausschlaggebend, sondern dass die Seele nicht zur Wiedergeburt in der Taufe gelangt. Damit ist die Bedeutung der Stelle aber nur zum Teil erfasst. Ihre ganze Tragweite zeigt sich, wenn man berücksichtigt, dass an der Buße ablesbar ist, wie der Gesetzgeber vitale Bedürfnisse bewertet. Spätestens beim Vergleich mit dem Betrag, mit dem die Tötung eines freien Menschen zu büßen ist, wird klar, dass das Leben nach dem Tode ungleich höher veranschlagt wird als das davor. 3 So gesehen geht es in der betreffenden Regelung nicht nur um das Delikt der Abtreibung, sondern auch um zentrale Fragen zur Natur des Menschen im Spiegel einer frühmittelalterlichen Rechtsordnung.
Dem heutigen Leser erschließt sich der Gedankengang des bayerischen Gesetzgebers nicht ohne Weiteres. Er steht ihm womöglich verständnislos gegenüber und lässt die Kontinuitätslinien, die von dieser Stelle in die Gegenwart führen, unbeachtet. 4 Das gilt nicht zuletzt für eine Sicht des Menschen als Individuum und Person, die innerhalb der europäischen Rechtstradition bis heute eine zentrale Rolle spielt. Die vorliegende Quelle lässt nicht nur einen Ursprung dieses Bildes erkennen, sie verweist auch auf die Bedeutung, die der Taufe zukam, jenem Initiationssakrament, dessen formalen Kern das Eintauchen, Begießen oder Besprengen des Täuflings mit Wasser in Verbindung mit der (trinitarischen) Taufformel bildet und das bewirkt, dass der Getaufte nicht nur Christ, sondern auch Glied der Kirche wird. 5
Wenn das sacramentum regenerationis bei der Beschäftigung mit Lex Baiuvariorum VIII,21 bislang nicht weiter berücksichtigt worden ist, muss das angesichts des Forschungsstandes zum Verhältnis von Taufe und Recht im frühen Mittelalter nicht verwundern.6 Walter Ullmann, der einzige Mediävist, der im 20. Jahrhundert auf dieses Thema mit Nachdruck hingewiesen hat, ist selbst kaum über allgemeine Überlegungen und visionäre Deutungen hinausgekommen. 7 Zwar hat die Einsicht, dass die Taufe im mittelalterlichen Kirchenrecht eine wichtige Rolle spielte, in einzelnen Lehrbüchern der letzten Jahrzehnte Niederschlag gefun|den. 8 Doch ist es wohl kein Zufall, dass die entsprechenden Beobachtungen zumeist auf den überschaubaren Textmagazinen des klassischen kanonischen Rechts des 12.–14. Jahrhunderts fußen. Für das frühmittelalterliche Kirchenrecht sind solche Würdigungen selten. 9 Während die älteren kirchenrechtlichen Lehrbücher nur ausnahmsweise das vorgratianische Material aufarbeiten, 10 bleibt die rechtliche Seite des Phänomens, wenn man vom Themenkreis »Patenschaft und geistliche Verwandtschaft« absieht, 11 in der neueren historisch-theologischen Forschung zur Taufe oft unberücksichtigt. Das gilt noch viel mehr für das weltliche Rechtsleben des ersten Jahrtausends, wie auch umgekehrt der Einfluss gerade des römischen Rechts (z.B. der stipulatio) nur selten untersucht worden ist. 12
Wenn im Folgenden die Bedeutung der Taufe für das Recht zwischen Spätantike und Hochmittelalter betrachtet werden soll, dann hätte es angesichts der Weite des Feldes und des Standes der Forschung wenig Sinn, einen umfassenden Überblick liefern zu wollen. Vielmehr kann es hier nur um einen ersten Sondierungsversuch gehen. Sein Ausgangspunkt liegt in der Vorstellung, dass der Mensch als Person Träger von Rechten und Pflichten ist. Ein Gedanke, der seinerseits in enger Verbindung mit dem modernen Begriff der Rechtsfähigkeit steht. Während jedoch in der Rechtskultur der Moderne dieses Konzept als gegeben und selbstverständlich vorausgesetzt wird, soll hier ein kleines Stück des langen und wechselhaften Weges dorthin betrachtet werden. In diesem Zusammenhang richtet sich der Blick auf die Taufe im frühen Mittelalter, durch die die meisten Menschen im lateinischen Westen den Regelfall, dass ihre Stellung im weltlichen Recht von physischen, materiellen oder sozialen Voraussetzungen abhängig war, durchbrechen konnten, insofern sie als Christen fast von Geburt an unabhängig von ihren äußeren Existenzbedingungen als ein Jemand rechtlich definiert waren.
Die Untersuchung, die sich auf einige Facetten des so umrissenen Gegenstandes beschränken muss, zerfällt in fünf Teile. In einem ersten und zweiten Schritt soll zunächst auf einer eher theoretischen Ebene danach gefragt werden, inwiefern im (früh)mittelalterlichen christlichen Denken Ausgangspunkte für einen rechtlichen Begriff der menschlichen Person erkennbar sind, die mit der Taufe in Verbindung stehen. Dem so umrissenen Potential sollen dann in den beiden folgenden Abschnitten konkrete Befunde, welche die Bedeutung des sacramentum regenerationis vor allem im weltlichen Rechtsleben des ersten Jahrtausends beleuchten, gegenübergestellt werden. Dazu gilt es zunächst, einen Blick auf die Spätantike zu werfen, um dann der Stellung des neugeborenen Kindes im Spiegel frühmittelalterlicher Rechtsquellen etwas genauer nachzugehen. Der Aufsatz schließt mit einer kurzen Gegenüberstellung theoretischer und historisch-empirischer Befunde.
Am Anfang des gerade umrissenen Arbeitsprogramms steht die Einsicht, dass die modernen Begriffe der Rechtsperson und der Rechtsfähigkeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufkamen und die ihnen zugrunde liegende Vorstellung, wonach jeder Mensch rechtlich in der Lage ist, Träger von Rechten und Pflichten zu sein, für die Zeit davor nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden können. 13 Folgt man der Literatur, dann liegt die Vorgeschichte der Rechtsfähigkeit im aufgeklärten Natur- bzw. Vernunftrecht des 17. und 18. Jahrhunderts. 14 Als Wendepunkte zum modernen |Begriffsverständnis erscheinen insbesondere Christian Wolff (1679–1754), der die menschliche persona moralis als Subjekt von Rechten und Pflichten definiert, 15 und Immanuel Kant (1724–1804), der die überkommene Lehre von den unterschiedlichen status, in denen jeder Mensch am Rechtsleben teilnimmt, hinter sich lässt und die Person als vernünftiges zurechnungsfähiges Subjekt versteht, das nach selbst bestimmten moralischen Regeln lebt. 16
Angesichts dieser Entwicklungslinie liegt es nahe, dass sich dogmengeschichtliche Arbeiten zur Rechtsfähigkeit auf das 17.–19. Jahrhundert konzentrieren. Allerdings erstreckt sich das historische Gesamtphänomen der natürlichen Person im Recht über einen ungleich größeren Zeitraum. 17 Damit rückt zunächst das 16. Jahrhundert (z.B. die Schule von Salamanca) in den Blick. 18 Darüber hinaus wäre zu fragen, wieviel von der frühneuzeitlichen Vorgeschichte der modernen Rechtsfähigkeit auf mittelalterlichen Grundlagen beruht. So ist etwa seit Längerem bekannt, dass sich wesentliche Bestandteile des Wolffschen Personenbegriffs schon bei Aegidius Romanus (um 1245–1316), einem Schüler des Thomas von Aquin (um 1224–1274), finden, der über die Folgen des Kirchenbanns reflektierte, durch den der Exkommunizierte aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen wurde und damit aus Sicht moderner Begrifflichkeit seine aktive (kirchliche) Rechtsfähigkeit verlor. 19
Dies ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Zum einen zeigt sich hier, wenngleich Aegidius Romanus vorrangig als Theologe und Philosoph anzusprechen ist, auf sachlicher Ebene eine Bedeutung der Kanonistik für die Entfaltung des Personenbegriffs, die über den allgemeinen Einfluss des Christentums oder der Theologie (z.B. des Gedankens der Trinität) 20 hinausgeht und sich durch ihre rechtlich-institutionelle Komponente auszeichnet. 21 Zum anderen verweist die Exkommunikation auf einen wichtigen Aspekt des Themas »Person und Recht«, der leicht übersehen werden kann, und zwar auf den Umstand, dass die rechtliche Stellung des Einzelnen immer auch in Verbindung mit seiner Stellung in der Gemeinschaft zu sehen ist. 22
Dass aus diesem Blickwinkel betrachtet Moderne und Frühmittelalter nahe beieinander liegen können, veranschaulicht die Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1937 erschienen in der Zeitschrift »Deutsche Rechtswissenschaft« zwei Aufsätze von Karl August Eckhardt (»Stufen der Handlungsfähigkeit«) und Karl Michaelis (»Die Überwindung der Begriffe Rechtsfähigkeit und Parteifähigkeit«). 23 Der zweite Artikel ist ein besonders deutlicher Beleg für juristische Bemühungen während des Nationalsozialismus, die Unterscheidung zwischen Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit, d.h. der Fähigkeit zum wirksamen Abschluss von Rechtsgeschäften, aufzulösen. 24 An die Stelle des abstrakten Begriffs der Rechtsperson sollten neue »konkrete« Begriffe (z.B. des Rechts- und des Volksgenossen) treten. Dabei verfolgten Autoren wie Michaelis die Vorstellung einer gestuften Rechtsfähigkeit, durch die |sich die Rechtsstellung von Menschen, die nicht zur Volksgemeinschaft gezählt wurden, einschränken ließ. 25
Ein ähnlich funktionaler Ansatz, die Stellung des Einzelnen von übergeordneten Gemeinschaftszwecken abhängig zu machen, kennzeichnet den Artikel von Eckhardt, der durch einen Dreischritt von der Rechtsgeschichte über das geltende Recht zur lex ferenda bestimmt ist. 26
Betrachtet man die rechtshistorischen Ausführungen in diesem Aufsatz, dann zeigt sich, dass der größte Teil der Belege aus mittelalterlichen Quellen stammt und Eckhardt ihnen keine große Gewalt antun muss, um sie in seinem Sinne zum Sprechen zu bringen. Natürlich besteht zwischen der Ideologie des Nationalsozialismus und diesen Texten kein direkter Zusammenhang. Doch fällt gerade für weltliche Rechtsaufzeichnungen des frühen Mittelalters, die einen vergleichsweise schwachen christlichen Einfluss erkennen lassen, ins Auge, wie stark die rechtliche Stellung des Einzelnen von seinen Fähigkeiten und damit zusammenhängend von seiner Rolle in der Gemeinschaft (z.B. des Hauses) abhängig ist. In einer solchen funktionalen Wahrnehmung des einzelnen Menschen als Mittel im Sinne übergeordneter Zwecke bestehen tatsächlich gewisse Parallelen zwischen Rechtsvorstellungen des Frühmittelalters und der Moderne.
Die Vermutung liegt nahe, dass es sich im einen Falle um ein vor-, im anderen um ein nachchristliches Rechtsverständnis handelt und gegenläufige Positionen ihre Wurzeln nicht zuletzt in christlichen Denktraditionen haben dürften. Eine solche Gegenposition, die zum Begriff der Rechtsfähigkeit führt, hat Kant formuliert, der als ein zentrales Merkmal von Personen ihre Eigenschaft als vernünftige Wesen benennt, »weil ihre Natur sie schon als Zwecke an sich selbst, d.i. als etwas, das nicht bloß als Mittel gebraucht werden darf, auszeichnet, mithin so fern alle Willkür einschränkt (und ein Gegenstand der Achtung ist)«. 27 Warum also nicht den »Status des Selbstzwecks« (Robert Spaemann)28 als positives Wesensmerkmal nehmen und mit Hilfe dieses Kriteriums das mittelalterliche Recht auf die Rolle der menschlichen Person hin untersuchen? Eine derart abstrakte und moderne Ausgangsfrage ließe sich aufgrund der Quellen kaum beantworten. Anstelle eines allgemeinen und auf alle Menschen anwendbaren Begriffs der Person tritt dem Betrachter in den mittelalterlichen Rechtsquellen eine Vielzahl von Status-Verhältnissen entgegen, in denen sich ein Mensch befinden konnte und die seine rechtliche Stellung bestimmten. 29
Angesichts dieser Ausgangslage liegt es nahe, für das Mittelalter nach Vorstellungen von Person zu fragen, die auf möglichst viele Menschen Anwendung fanden und dem »Status des Selbstzwecks« relativ nahe kommen. Die entsprechenden Denk- und Rechtstraditionen wären ein wichtiger Bestandteil der Vorgeschichte moderner Rechtspersönlichkeit. Ein Bereich, in dem man innerhalb dieses weiten Feldes fündig werden könnte und der im Folgenden etwas genauer betrachtet werden soll, ist der rechtliche Status des Christen, der im Mittelalter auch im weltlichen Recht von Bedeutung war. Auf der Suche nach einem konkreten Ansatzpunkt bietet es sich an, noch einmal auf die Exkommunikation zurückzukommen. 30 Diese Sanktion zeigt nicht nur, dass sich die rechtliche Stellung des Einzelnen erst mit Blick auf die (kirchliche) Gemeinschaft, aus der jemand ausgeschlossen werden konnte, vollends erschließt, sondern führt zugleich die Grenzen ihrer Gewalt vor Augen. Diese werden für die ausgehende Antike und das frühe Mittelalter darin sichtbar, dass selbst der Gebannte, dem die Ausübung seiner Rechte verwehrt war, nicht völlig von der Kirche getrennt und aus seinen Pflichten entlassen war.31 Wenn aber auch der Exkommunizierte insofern weiterhin zur kirchlichen Rechtsgemeinschaft gehörte, |dann setzte das eine grundsätzliche und dauerhafte Fähigkeit des Christen voraus, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. 32
So gesehen verweist die Wirkung der Exkommunikation zugleich auf eine Alternative zu der Frage nach einem umfassenden Wesensmerkmal der Person. Anstatt nach einer abstrakten Eigenschaft zu suchen, gelangt man zumindest für das kirchliche Rechtsverständnis leichter ans Ziel, wenn man ausgehend vom Kirchenbann zunächst nach den Gründen dafür fragt, dass der Gemeinschaft überhaupt Grenzen in Hinblick auf den Einzelnen gesetzt waren: Was ließ den rechtlichen Status eines Menschen insofern unzerstörbar oder unverlierbar werden? Eine Antwort auf diese Frage könnte auf eine weitergehende Entwicklungslinie hindeuten, die durch die Kriterien der Einzigartigkeit und der Identität, d.h. Kontinuität, gekennzeichnet ist, die Gabriel Le Bras als zentrale Merkmale der Person in der klassischen Kanonistik benannt hat. 33 Das 12.–14. Jahrhundert wäre dann allerdings nur eine, wenn auch entscheidende Etappe in Richtung auf einen neuzeitlichen Rechtsbegriff der menschlichen Person, dessen Ursprünge bereits im ersten Jahrtausend lägen. 34
Tatsächlich ergeben sich aus der Wirkungsweise der Exkommunikation wertvolle Einsichten, die nicht nur die gerade angedeuteten Fragen und Überlegungen, sondern auch die Rolle der Taufe als Etappe auf dem Weg zu einer rechtlichen »Personifizierung des Menschen« betreffen. 35 Wenn man den Grund, weshalb selbst der Exkommunizierte Christ blieb, sein Status sich also durch Dauerhaftigkeit auszeichnete, auf einen begrifflichen Punkt im Sinne spätantiker oder mittelalterlicher Theologie bringen will, dann kommt dafür insbesondere der seit der Scholastik sogenannte character indelebilis in Frage. 36 Die Ursprünge des Begriffs führen weit zurück in die Patristik. Die Vorstellung, wonach derjenige, der gültig getauft worden ist, eine Prägung durch ein bleibendes Merkmal ( character) erfährt, geht maßgeblich auf Augustinus (354–430) zurück, der seinerseits ältere Traditionen (z.B. den Begriff der Sphragis) verarbeitete. 37
Wenngleich diese Lehre im frühen Mittelalter in ihrer ganzen Komplexität selten erfasst wurde und sich erst allmählich durchsetzte,38 lassen sich anhand des sog. Taufcharakters doch einige, wenn auch nicht exklusive Einsichten und Antworten auf die zuvor angedeuteten Fragen gewinnen. Darauf, dass der character ( indelebilis) von allgemeinerem historischem Interesse ist, hat schon Max Weber im Zusammenhang mit dem Weihesakrament hingewiesen. 39 Bemerkenswert ist zum einen der Gedanke der Unverlierbarkeit einer Eigenschaft, zum anderen die Möglichkeit einer Übertragung dieser Gedankenfigur vom sakramentalen in den weltlichen Bereich. Belege dafür finden sich etwa im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit im Zusammenhang mit der Vorstellung, wonach Ritter- oder Königswürde unverlierbar waren, 40 – und gelegentlich auch noch in der juristischen Literatur des 20. Jahrhunderts. 41
Was nun konkret den Zugang zum Begriff der Person über den Taufcharakter betrifft, so ist dieser Weg zunächst durch das moderne kanonistische Verständnis der Taufwirkungen teilweise versperrt. Wie leicht es hier zu Missverständnissen kommen kann, zeigt das Buch »Das Individuum im europäischen Mittelalter« von Aaron Gurjewitsch, der seine These, wonach die Taufe eine wichtige Etappe in der Entwicklung des Individuums zur Persönlichkeit bildete, mit einem »Text aus dem Jahre 1234« belegt, der sich bei genauerem Hinsehen als |Zitat aus dem Codex Iuris Canonici von 1917 entpuppt. 42 Der betreffenden Bestimmung CIC/1917 can. 87 zufolge wird der Mensch durch die Taufe zur Person in der Kirche Christi mit allen Rechten und Pflichten. 43 Im Begriff der persona in ecclesia Christi sind zwei Wirkungen des Sakraments zusammengefasst, welche die Nachfolgebestimmung CIC/1983 can. 96 zwar klarer voneinander trennt, 44 die aber in beiden Gesetzbüchern in einem kausalen Verhältnis erscheinen: Durch die Taufe wird ein Mensch zunächst Glied derEcclesia Christi, und daraus ergibt sich, dass er in einem rechtlichen Sinne Person in dieser Kirche ist.
Blickt man vor diesem Hintergrund wieder auf das erste Jahrtausend, dann ist zunächst klar, dass man es sich nicht so einfach machen kann wie der Kanonist Othmar Heggelbacher, der sich in verschiedenen, durchaus verdienstvollen Arbeiten zur antiken Kirchenrechtsgeschichte mit der rechtlichen Bedeutung der Taufe beschäftigt hat 45 – und einfach voraussetzt, dass diese schon in Antike ein »rechtserheblicher sakramentaler Akt« war und »Rechtsfähigkeit« begründete. 46 Eine solche Annahme ist anachronistisch. 47 Denn der Begriff der kirchlichen Rechtspersönlichkeit ist ein Gegenstück zur Rechtsfähigkeit im weltlichen Recht und reicht nicht vor das 19. Jahrhundert zurück. 48 Weiterhin scheint es ratsam, die in CIC/1917 can. 87 und CIC/1983 can. 96 eng verbundenen Begriffe der Kirchengliedschaft und Rechtspersönlichkeit getrennt voneinander zu betrachten. So können einige Fragen hinsichtlich der Taufwirkungen, deren moderne kanonistische Lösung aus historischer Sicht nicht durchgängig zu überzeugen vermag, offen bleiben. 49
Wendet man sich nun noch einmal dem character zu und betrachtet die ursprüngliche Vorstellung, die Augustins Begriffsgebrauch zugrunde liegt, dann zeigt sich, dass sie auf den regius character oder character imperatoris, d.h. auf die Tätowierung der Soldaten verweist. 50 Eine solche Kennzeichnung ermöglichte genauso wie entsprechende Markierung von Sklaven oder Haustieren eine Zuordnung zu dem jeweiligen Herrn, d.h. im Fall des Getauften zu Gott. Dieses Zuordnungsverhältnis, auf dem der Taufcharakter beruht, bildet genauso wie der Gedanke der Kirchengliedschaft, auf den hier nicht näher eingegangen werden kann, einen wichtigen Baustein des Personenbegriffs im kirchlichen Rechtsdenken. Nicht zuletzt auf dem character bzw. seiner Unverbrüchlichkeit beruht zum einen das von Le Bras herausgearbeitete Personenmerkmal der Identität im Sinne von Kontinuität. Zum anderen ergibt sich aus dem Taufcharakter aber auch die Einzigartigkeit der Person, d.h. das zweite zentrale Kriterium nach Le Bras, und zwar im Sinne einer Prägung durch die Taufe.
Betrachtet man das Objekt dieses Vorgangs etwas genauer, dann wird klar, weshalb die Taufe im großen Normenkosmos der christlichen Vormoderne einen so wichtigen Platz einnahm. Ihre Kraftquelle lag nicht zuletzt in dem Gedanken, dass jeder Mensch eine Seele hat und für das Heil seiner Seele insbesondere mit Blick auf das Leben nach dem Tode sorgen muss. 51 Vor diesem Hintergrund wird aus Sicht des Mittelalters nicht nur die |Rolle der Sakramente als heilswirksamer sichtbarer Zeichen unsichtbarer göttlicher Gnade verständlich, sondern auch der Stellenwert der Taufe, die als ianua sacramentorum der Schlüssel zum christlichen Seelenheil war. Die rechtshistorische Bedeutung dieses Vitalbedürfnisses der Vormoderne lässt sich gegenwärtig noch nicht überblicken. 52 Die eingangs zitierte Passage aus der Lex Baiuvariorum zeigt jedoch, dass Begriffe wie Taufe und Seele auch im weltlichen Recht eine Rolle spielten. 53 Die betreffende Quelle führt zudem die rechtlichen Konsequenzen eines christlichen Menschenbildes vor Augen, das sich von dem der Moderne deutlich unterscheidet. 54 Während für den Spätaufklärer Kant die Vernunftbegabung den Menschen zum Selbstzweck und damit zur Person werden ließ, würde man für die Zeit seit der Spätantike das anthropologische Pendant wohl in dem Gedanken zu sehen haben, dass der Mensch eine auf Gott hingeordnete Seele hat, die ihm eine besondere Dignität verleiht. 55
Auf das Verhältnis von Seelenheil und Taufe wird noch zurückzukommen sein. 56 An dieser Stelle ist mit Blick auf den Taufcharakter vor allem von Interesse, dass die Seele genauso wie der character in dem größeren, schon von Augustinus gesehenen Zusammenhang eines Zuordnungsverhältnisses steht, das die irdische Gemeinschaft transzendiert und zu verstehen hilft, weshalb dieser in Hinblick auf den Einzelnen Grenzen gesetzt waren. Denn die Heilsbedürftigkeit des Menschen weist ungeachtet des alten Satzes extra ecclesiam nulla salus57 über die Kirche hinaus auf sein Verhältnis zu Gott als der Quelle der durch die Taufe vermittelten Gnade und als Richter der Seelen am Tage des Jüngsten Gerichts.
Mit den gerade skizzierten Beobachtungen ist der theoretische Beitrag, den die Taufe zur Entwicklung eines rechtlichen Begriffs der Person im Mittelalter leistete, keineswegs erschöpft. Hier kann jedoch nur noch auf zwei Aspekte kurz hingewiesen werden, die sich dem Bereich der Wertvorstellungen oder Leitideen zuordnen lassen und das Verhältnis des Getauften zu anderen Menschen betreffen. Je nachdem ob es sich um Christen oder Nichtchristen handelte, ergibt sich ein ganz unterschiedliches Bild. Mit Blick auf den ersten Fall ist auf die Vorstellung einer grundsätzlichen Gleichheit aller Christen in der Taufe hinzuweisen, deren Wurzeln weit in das erste Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. 58 Ihr entspricht der bereits aus dem Alten Testament geläufige Gedanke, wonach Gott kein Ansehen der Person kennt, d.h. auch unparteiisch urteilt. 59 Die Wirkungsgeschichte dieser Vorstellung, aus der sich über das Verbot der acceptio personarum ein zentraler Grundsatz des Prozessrechts entwickelte, 60 spricht genauso für die Bedeutung des Gleichheitsgedankens wie der universalistische Zug im kirchlichen Denken des Frühmittelalters, in dem der Einheit der christlichen Welt und der Gemeinsamkeit aller Getauften ein zentraler Stellenwert zukam. 61
Abgesehen von dieser inklusiven Seite der Taufe in Bezug auf die anderen Christen ist für den Personenbegriff aber auch das Verhältnis der Getauften in Hinblick auf die Nichtgetauften von Interesse. Es erscheint ambivalent. Einerseits standen die Nichtchristen außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft und unterlagen daher von alters her nicht der kirchlichen Jurisdiktion. 62 Andererseits bezog sich der Missionsbefehl Jesu (Mt 28,19) nun einmal auf die noch nicht Bekehrten. 63 Wenn nun |der gute Hirte auch jene Schafe, die noch nicht in seinem Stall waren, auf seine Schultern nahm (Io 10,16), 64 konnte sich leicht ein Spannungsverhältnis zu dem Grundsatz, dass bei Bekehrungen kein Zwang angewendet werden sollte, ergeben. 65
Die gerade angedeuteten allgemeinen Zusammenhänge legen die Frage nahe, ob und inwiefern die betreffenden Denkstrukturen, Normen und Werte im ersten Jahrtausend zum Tragen kommen konnten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass am Anfang der vorangegangenen Skizze die moderne Frage der Rechtsfähigkeit stand. Wenn nun zunächst die Rolle der Taufe in der Spätantike betrachtet werden soll, dann geschieht dies gerade nicht mit Blick auf etwaige Parallelen oder Entsprechungen zu den soeben angestellten theoretisch-abstrakten Beobachtungen, sondern im Gegenteil eher als Kontrastprogramm, im Zuge dessen nach historischen Voraussetzungen und Formen einer rechtlichen Wirksamkeit der Taufe zu fragen ist. Dass der Taufe im rechtlich-institutionellen Leben der antiken Kirche ein zentraler Platz zukam, hat vor allem Heggelbacher gezeigt. 66 Weniger klar ist das Bild für das weltliche Rechtsleben des römischen Reiches. Hier interessiert vor allem, in welchem Verhältnis der kirchliche und der weltliche Status des freien Menschen zueinander standen. 67
Einen wertvollen Hinweis dazu gibt der sog. Ambrosiaster, der während des Pontifikats Damasus I. (366–384) einen Kommentar zum Epheserbrief verfasste. 68 Darin setzt der Autor die individuelle Heilsbedeutung der Taufe in Parallele zu einer zentralen Institution des weltlichen Rechtslebens: So wie die Angehörigen jedes Volkes, das Frieden mit den Römern suchte und sich ihnen unterwarf, römische Bürger wurden, so werden alle, die sich zum christlichen Glauben bekennen, Mitbürger der Heiligen ( cives sanctorum) und Hausgenossen Gottes ( domestici dei). 69 Der Verfasser hat hier, wie die Termini civis sanctorum und domesticus dei zeigen, den lateinischen Wortlaut der auszulegenden Stelle des Epheserbriefs (Eph 2,19) verarbeitet, in der Paulus den Begriff des (Mit)Bürgers auf die Heiden als Bausteine der von Christus begründeten Kirche anwendet. 70 Ambrosiaster greift diese spirituelle Analogie auf, verwendet den Terminus civis jedoch, wie sein Hinweis auf das römische Bürgerrecht des Paulus zeigt, 71 eher in seiner ursprünglichen Bedeutung und bezieht so die Parallele »Bürger – Christ« auf Staat und Kirche als Institutionen. Dieser Rückgriff, der mit der Vorstellung von der Kirche als civitas dei in Verbindung steht und zum Teil eine Entsprechung in Augustins Gegenüberstellung von cives terrenae civitatis und cives caelestis civitatis findet, 72 verweist auf ein allgemeineres und für die Zeit aktuelles Korrespondenzverhältnis: Was das Bürgerrecht für den römischen Staat ist, das ist die Taufe für die Kirche.
Unter thematischen Vorzeichen mag diese Parallele nahe gelegen haben. Wie die Taufe, durch die der homo animalis als homo spiritualis und Glied der Kirche wiedergeboren wird, 73 so beinhaltet auch das römische Bürgerrecht die Vorstellung einer zweiten, jenseits der Physis liegenden Existenz des Menschen, die mit einer Institution, in diesem Falle der römischen res publica (bzw. dem populus Romanus), in Verbindung steht. Zudem war auf|grund der Constitutio Antoniana von 212 fast allen Freien im Imperium Romanum die civitas Romanorum verliehen worden, die so zu einer universalen Größe und damit auch für kirchliche Autoren zu einem Bezugspunkt geworden war. 74 Doch legt Ambrosiasters Hinweis die Vermutung nahe, dass die beiden zentralen Statusgrößen in Staat und Kirche seit dem späten 4. Jahrhundert nicht bloß per accidens, sondern durchaus komplementär verschiedene Seiten menschlichen Daseins abdeckten, und zwar einen äußeren der pax Romanorum und einen inneren der fides Christiana, sodass der Freie als Christ gewissermaßen über ein doppeltes Bürgerrecht verfügte. 75
Das war nicht immer so. In welchem Verhältnis die beiden Größen zueinander standen, war nicht zuletzt von äußeren Faktoren abhängig. Wenn das römische Bürgerrecht und der durch die Taufe vermittelte Status bis zum Aufstieg des Christentums zur offiziellen Religion des Imperium Romanum nebeneinander und unabhängig voneinander existierten, dann liegen die Gründe dafür vor allem in den allgemeinen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Davon abgesehen erklärt sich diese Parallelexistenz aber auch aus dem Alter des Täuflings. Wenn man die civitas Romanorum nach 212 normalerweise durch Geburt erwarb, markierte, solange vor allem Erwachsene getauft wurden, die Taufe als secunda nativitas (Tertullian) 76 auch in zeitlicher Hinsicht den Beginn eines zweiten religiösen Lebens. Erste und zweite Geburt lagen so weit auseinander und konnten, wenn sich mit der secunda nativitas neue christliche Lebenszusammenhänge eröffneten, leicht in Konkurrenz treten. Jedenfalls wurden für den Getauften frühere soziale und rechtliche Beziehungen (z.B. die Ehe mit einem Nichtchristen) zum Teil auflösbar. 77
So konstruktiv diese Wirkung der Taufe, die ihrer Funktion als Missionsinstrument entsprach, unter religiösen Vorzeichen erscheint, so destruktiv mutet sie aus Sicht profaner Lebens- und Rechtsverhältnisse an. In der Spätantike sollte sich dieses Spannungsverhältnis insofern allmählich entkrampfen, als einige mit der Taufe in Verbindung stehende Rechtsfolgen oder -institute Eingang in das römische Recht fanden. 78 Das gilt etwa für die aus der Patenschaft resultierende geistliche Verwandtschaft 79 und für die manumissio in ecclesia. 80 Die Gründe für die Veränderungen liegen vor allem in einer Verchristlichung aller Lebensbereiche und in der zunehmenden Bedeutung der Kirche für den und gegenüber dem Staat. 81 Davon abgesehen dürfte auch der Übergang von der Erwachsenen- zur Kindertaufe eine Rolle gespielt haben. 82 Indem sich geistliche regeneratio und physische Geburt als natürlicher Eintritt des freien Menschen in das Rechtsleben zeitlich annäherten, begannen sich der Status des Christen und derjenige des Bürgers immer stärker zu überschneiden.
Diese Entwicklung steht in enger Verbindung mit der sich seit dem letzten Drittel des 4. Jahrhunderts herausbildenden Vorstellung einer Einheit oder zumindest Harmonie von kirchlicher und weltlicher Rechtsordnung. Nur als Christ war man Teil von Gesellschaft und Staat, die gar nicht (mehr) anders als christlich gedacht werden konnten. 83 Die Bedeutung, die der Taufe so im Rahmen des christlichen Gemeinwesens zuwuchs, wird umso verständlicher, wenn man sie im größeren Zusammenhang einer neuen christlichen Sicht des Einzelnen sieht, den die Sorge um sein Seelenheil zum Individuum machte. Diese Sorge war nicht nur ein zentraler Wertungsgesichtspunkt des Kirchenrechts. 84 Schon in weltlichen Rechtstexten der Spätantike und des Frühmittelalters findet sich mitunter der Ausdruck periculum animae, auch wenn die Bedeutung von anima noch zwischen »Leben« und »Seele« oszilliert. 85
|Die Diktion verweist auf tiefere Veränderungen im weltlichen Recht. Christliche Kaiser wie Justinian I. (527–565) sahen es als ihre Aufgabe an, die Seelen ihrer Untertanen zu retten, 86 und gingen ihrerseits davon aus, dass jedermann um sein allen materiellen Belangen vorangehendes Seelenheil besorgt war. 87 Dieser timor salutis88 der Gesetzgeber wie auch der Normadressaten schlug sich seit der Spätantike auf vielfältige Weise im Recht nieder, wenn man etwa an die Vorschriften über fromme Stiftungen und Schenkungen pro anima denkt. 89 Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass christliche Kaiser Fragen der Taufspendung zum Gegenstand von Gesetzen machten. 90 Ein entsprechendes Regelungsinteresse ergab sich schon aus dem Gegensatz von Getauften und Ungetauften, d.h. Heiden und Juden, deren Stellung im weltlichen Recht sich seit der Wende vom 4. zum 5. Jahrhundert merklich verschlechterte. 91
Das gerade angedeutete Verhältnis von Taufe und Bürgerrecht setzte einen vergleichsweise starken spätantiken Staat voraus, der einerseits bestimmte kanonische Folgen der Taufe in die eigene Rechtsordnung überführen, andererseits aber auch dem Einfluss kirchlicher Institutionen und Doktrinen auf das zivile Leben Grenzen setzen konnte. Mit Blick auf die Folgezeit ist aber noch etwas anderes hervorzuheben: Dass es überhaupt einen (römischen) Staat gab und dieser, was auch in der Antike keine Selbstverständlichkeit war, die Stellung des Menschen im Recht definierte und institutionell garantierte. 92
Im lateinischen Westen war dieser zentralen Voraussetzung eines doppelten weltlichen und geistlichen Bürgerrechts mit dem Ende des Imperium Romanum die Grundlage entzogen. Im Zuge einer seit dem frühen 5. Jahrhundert immer schneller voranschreitenden Erosion von Staatlichkeit, des Untergangs des weströmischen Reiches (476) und der Gründung von Nachfolgereichen nichtrömischer Gentes kam es zu einer Aufsplitterung der vergleichsweise einheitlichen spätantiken Rechtskultur und der Herausbildung zum Teil gentil geprägter Rechtsräume. Die neuen frühmittelalterlichen Rechtsverhältnisse zeichneten sich nicht zuletzt durch eine Tendenz zum Kleinteiligen und Partikularen aus. 93 Ein augenfälliger Beleg dafür sind die sog. Volksrechte oder Leges barbarorum, d.h. die zwischen dem späten 5. und dem frühen 9. Jahrhundert aufgezeichneten Rechte nichtrömischer Gentes.94
Wenngleich die neuere Forschung die Sichtweise vieler deutscher Rechtshistoriker des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die dem römischen Recht ein gemeingermanisches aus den Volksrechten synthetisiertes Recht gegenüberstellten, nicht mehr teilt, ist unbestreitbar, dass die Leges barbarorum, wenn auch in unterschiedlicher Weise, Vorstellungen und Lebenswelten erkennen lassen, die sich von denen des spätantiken römischen Rechts deutlich unterscheiden. Das gilt nicht zuletzt für die rechtliche Stellung des freien Menschen. So sucht man etwa in den Volksrechten ein Gegenstück zum römischen Bürgerrecht, das nach dem Untergang des Imperium Romanum schnell an Bedeutung verlor, vergebens. 95 Dieser Befund muss insofern nicht verwundern, als dem überkommenen gentilen Recht nicht nur ein Denken in abstrakten Rechtsbegriffen, sondern auch das Phänomen des Staates – zumindest wie er sich aus |Sicht der Spätantike und der Neuzeit darstellt – fremd war. 96
Den meisten Leges barbarorum liegt über weite Strecken eine nur mittelbar aus den Quellen zu erschließende naturalistische Sicht des Menschen zugrunde, die in dem größeren Zusammenhang bäuerlich-kriegerisch geprägter Gesellschaften, ihrer Gemeinschaftsformen und Werte steht. Die rechtliche Stellung des Einzelnen und sein im Zuge von Initiationsvorgängen zurückzulegender Weg in das Recht 97 hingen ganz entscheidend vom körperlichen Vermögen ab. 98 Das zeigt sich etwa bei der Bemessung von Wundbußen und Wergeld anhand von Kampfkraft und Gebärfähigkeit, in der Einschränkung rechtlicher Handlungsfähigkeit aufgrund von Alter oder Krankheit (z.B. im Erbrecht) und nicht zuletzt im Zweikampf vor Gericht. Diese allgemeine Tendenz kommt mitunter auch in Regelungen zum Tragen, die mit dem Anfang des Lebens in Verbindung stehen, wenn der Mensch noch nichts vermag. Im Folgenden soll vor diesem Hintergrund die Stellung des neugeborenen Kindes in ausgewählten Rechtsquellen des Frühmittelalters etwas genauer betrachtet werden. 99
Hier richtet sich der Blick zunächst auf Bestimmungen, die noch keinen christlichen Hintergrund erkennen lassen. Dabei ist vorab zu berücksichtigen, dass das Kind oder gar seine Rechtsstellung in den Leges barbarorum nicht per se Regelungsgegenstand sind, sondern nur im Zusammenhang mit anderen Themen (z.B. dem ehelichen Güterrecht) behandelt werden.100 Der allgemeinen Natur der Volksrechte entsprechend sind hier vor allem Bußvorschriften über Unrechtstaten von Interesse. So findet sich etwa in den älteren Handschriftenklassen der Lex Salica und in der von ihr abhängigen Lex Ribuaria folgende Bestimmung: Wenn jemand ein Kind im Mutterleib oder ein Kind, das noch keinen Namen erhalten hat, tötet, muss er 100 Solidi zahlen. 101 Dagegen sehen beide Leges vor, dass die Tötung eines erwachsenen Mannes mit 200 Solidi zu büßen ist. 102 Die Relation der Bußen muss an dieser Stelle nicht weiter interessieren, zumal sie sich mit einer dritten Vorschrift der Lex Salica, wonach die Tötung eines Knaben im Alter von bis zu zwölf Jahren mit 600 Solidi zu büßen ist, 103 nicht ohne Weiteres in Einklang bringen lässt. Entscheidend ist mit Blick auf die erstgenannte Vorschrift der Lex Salica und der Lex Ribuaria hingegen zweierlei: Der Hinweis auf die Namensgebung und die Gleichstellung des Kindes, das noch keinen Namen erhalten hat, mit dem ungeborenen Kind. Abgesehen von diesen beiden fällt aus Sicht der Handschriftenüberlieferung noch ein dritter Punkt ins Auge, und zwar dass einzelne jüngere Handschriften der Lex Salica in der Vorschrift über die Tötung eines Kindes nach den Worten ante quod nomen habeat den Zusatzinfra nouem noctibus, d.h. neun Nächte nach der Geburt, aufweisen. 104
Es lohnt sich, diese drei Elemente etwas genauer zu betrachten. Besonders ins Auge fällt der Hinweis auf den Namen. Gedacht ist hier nicht an eine Namensgebung im Rahmen der Taufe, vielmehr geht es um die erste Etappe auf einem vorchristlichen Weg in das Leben und das Recht. 105 An die Stelle der Namensgebung konnten auch andere Formalakte treten wie z.B. der vor allem in Skandinavien nachweisbare Lustrationsritus der sog. Wasserweihe 106 oder das förmliche Aufheben des Kindes. 107 Wie diese Riten, über deren genaue |Bedeutung die Leges keine Auskunft geben, ist auch die Frist von neun Nächten, d.h. nach römischer Zählweise von neun Tagen, nach der Geburt Teil des Wegs ins (Rechts)Leben. 108 Die Frist findet sich nicht nur in der Antike, sondern begegnet auch in anderen Leges. 109 So etwa im alemannischen Recht. Dem Pactus Alamannorum zufolge muss derjenige, der eine schwangere Frau schlägt, sodass sie einen Abort erleidet oder ein Kind zur Welt bringt, das nicht länger als neun Nächte lebt, eine Buße von 40 Solidi zahlen. 110 Die Lex Alamannorum bringt die gleiche Vorschrift, lässt jedoch in Teilen der Handschriftenüberlieferung eine Verkürzung auf acht Tage erkennen. 111 Leicht verändert taucht die Frist schließlich auch im westgotischen Recht auf. 112
Wie lassen sich nun die neun Nächte bzw. Tage und die Namensgebung oder andere ihr entsprechende Formalakte erklären? Man könnte sie zum einen im Sinne vorchristlicher religiöser Vorstellungen deuten, wie dies Karl August Eckhardt versucht hat: »Bis zur Namengebung wird es [das neugeborene Kind, C.M.] weiter als Leibesfrucht (nasciturus) behandelt. Vom Augenblick der Namengebung an gilt es als Mensch. Denn jetzt erst hat es nach germanischer Auffassung eine Seele.« 113 Dass die Leibesfrucht und das namenlose Neugeborene gleichgestellt werden, steht außer Zweifel. 114 Der Rest bleibt Spekulation, für die Eckhardt bei aller Liebe zum germanischen Heidentum keine Belege oder auch nur Indizien zu liefern vermag. 115
Abgesehen von diesem religionsgeschichtlichen Erklärungsansatz ließe sich der Vorgang aber auch vor dem Hintergrund des gentilen Rechtslebens deuten. Aus Sicht der klassischen Germanistik bestand der Sinn ritueller Handlungen wie der vorchristlichen Namensgebung vor allem darin, dass ein neugeborenes Kind, um den Schutz der Hausgemeinschaft oder des Muntwalts der Mutter zu genießen, mittels bestimmter Formalakte innerhalb einer bestimmten Frist angenommen worden sein musste.116 So würde auch eine Bemerkung des Tacitus erklärlich, wonach die Germanen in der Kindestötung eine Schandtat ( flagitium) sahen. 117 Die Aussage bezieht sich demnach nur auf das Kind, das schon in die Familie aufgenommen worden ist. 118
Unabhängig von der Frage, inwieweit dieser Harmonisierungsversuch zu überzeugen vermag, lenkt der Gedanke, dass innerhalb einer bestimmten Frist zu entscheiden war, ob das Kind angenommen werden sollte oder nicht, den Blick auf die Frage, wem eine solche Entscheidung hätte zustehen können und worin die Alternative bestand. 119 Die ältere Literatur tut sich schwer, hierauf eine klare Antwort zu geben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die wenigen außerrechtlichen Quellen, denen sich nähere Aufschlüsse hierzu entnehmen lassen, keine eindeutige personelle Eingrenzung erlauben.120
Unklar ist aber auch, worin die Grundlage einer solchen Entscheidungsbefugnis bestehen sollte. Was diese betrifft, so bietet sich als Erklärung die Lehre von der Munt an. 121 Die germanische Munt wird in der älteren rechtshistorischen Literatur als Gegenstück zu der römischen manus und patria potestas gesehen und als Gewalt gedeutet, die sich auf die dem Hausherrn Unterworfenen, d.h. Frauen, Kinder (zumindest die Töchter) und Un- bzw. Minderfreie, erstreckte, nach außen als Schutz und Haftung, nach innen dagegen als Herrschaft wirksam wurde und im Extremfall auch das Recht, das Mündel zu töten, umfasste. 122 Diese im |19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte Lehre ist in mancherlei Hinsicht angreifbar. Allerdings ist es den Kritikern bislang nicht gelungen, an ihre Stelle eine alternative Erklärung des mundium zu liefern, die in den letzten Jahrzehnten Anklang oder auch nur größere Resonanz gefunden hätte. 123 Geht man einmal davon aus, dass in den gentilen Kulturen des frühen Mittelalters Ausformungen der Hausgewalt existierten, die dem gerade angedeuteten Verständnis der Munt zumindest grosso modo entsprachen, dann bereitet die Muntgewalt als Erklärung für die Entscheidungsbefugnis über das neugeborene Kind insofern Probleme, als das Kind durch die betreffenden Formalakte überhaupt erst in die Hausgemeinschaft und damit in die Munt aufgenommen wurde. Demnach kann die Entscheidungsgrundlage logischerweise nicht in der Muntgewalt bestehen. Doch ist das für das Frühmittelalter vielleicht etwas zu dogmatisch gedacht. Jedenfalls erscheint es schwer vorstellbar, dass jemand ohne Zustimmung des Muntwalts, d. h. des Ehemanns oder eines männlichen Verwandten der Frau, eine so schwerwiegende Entscheidung über die Zukunft des Kindes treffen konnte. 124
Lässt man dieses Problem einmal beiseite, dann liegt vor allem eine Frage nahe: Was geschah, wenn das neugeborene Kind nicht einer Initiation in das (Rechts)Leben teilhaftig wurde? Einige wenige Belege lassen vermuten, dass im frühen Mittelaler mancherorts neugeborene Kinder von ihren Angehörigen getötet oder ausgesetzt werden durften, wenn sie z.B. aufgrund schlechter körperlicher Verfassung oder ihres Geschlechts nicht den Anforderungen oder Erwartungen entsprachen. 125 Jedenfalls kann man der 802/3 aufgezeichneten Lex Frisionum entnehmen, dass eine Mutter ihr gerade geborenes Kind bußlos töten darf. 126 Einen ähnlichen Eindruck vermittelt ebenfalls für den friesischen Raum eine Passage aus der um 839–849 verfassten Vita Liudgeri des Altfrid (gest. 874), der zufolge Liafburg, die Mutter des Heiligen auf Geheiß ihrer Großmutter väterlicherseits getötet werden sollte, weil diese keine weitere Enkelin wollte. 127 Der Gedanke, dass in der Heiligenvita bloß ein christliches Zerrbild heidnischer Praktiken gezeichnet wird, 128 vermag angesichts der Lex Frisionum nicht zu überzeugen, die im Übrigen ein bereits stark eingeschränktes Tötungsrecht vermuten lässt. 129 Davon abgesehen findet sich auch im Paenitentiale Oxoniense II, einem fränkischen Bußbuch des 8. Jahrhunderts, für den Fall, dass eine Mutter ihr Kind getötet hat, noch die vorchristliche Unterscheidung, ob sie den Säugling bereits angenommen bzw. ihm die Brust gegeben hat oder dies noch nicht geschehen ist. 130
Soweit zum Fall des neugeborenen Kindes, wie er sich aus der wenn auch nur ansatzweise erkennbaren Perspektive eines vorchristlichen gentilen Rechtsverständnisses darstellt. Angesichts des gerade erwähnten Paenitentiale Oxoniense II stellt sich die Frage, welches Bild sich demgegenüber aus Sicht christlicher Gerechtigkeitsvorstellungen ergibt. Immerhin setzen alle weltlichen Rechtsquellen des Frühmittelalters das Christentum als offizielle Religion voraus und weisen, wenn auch in unterschiedlichem Maße, christliche Einflüsse auf. 131 Die Vermutung liegt nahe, dass die Situation des Kindes, bis es getauft war, ebenso prekär gewesen sein könnte wie im vorchristlichen Recht. Für diese Annahme spricht nicht nur die Tatsache, dass das Neugeborene (noch) kein Christ war und sich in einem Zustand »diesseitiger und jenseitiger Ambiguität« (Peter von Moos) befand, 132 sondern auch der Umstand, dass die Taufe allmählich die vorchristliche Kindesaufnahme und verwandte Rituale verdrängte.133
Einige Hintergründe dieser Entwicklung sind durchaus erkennbar. So handelte es sich bei der |Taufe genauso wie bei den gerade erwähnten Riten um einen Formalakt, der in der von Schriftlosigkeit geprägten Welt des frühen Mittelalters den großen Vorzug hatte, dass er, wenn vor Zeugen durchgeführt, leicht zu beweisen war. 134 Abgesehen von dieser funktionalen Gemeinsamkeit bestanden auch formale Parallelen. Eine solche findet sich in der bereits erwähnten Vita Liudgeri, in der Altfrid im Zusammenhang mit Liudgers Mutter Liafburg nicht nur vom Recht der Heiden, ein neugeborenes Kind zu töten, berichtet, sondern auch erklärt, wie die Mutter des Heiligen diesem Schicksal entging: Eine Frau gab ihr Honig zu essen und deshalb, d.h. nach der ersten Nahrungsaufnahme, durfte sie nicht mehr getötet werden. 135 Hier zeigt sich eine bemerkenswerte Parallele zur antiken Liturgie, insofern den Neugetauften, die im Sinne einer secunda nativitas kleine Kinder waren, Milch und Honig gereicht wurde. 136 Nicht auszuschließen ist, dass über solche Schnittpunkte der Übergang von der vorchristlichen Kindesaufnahme zur Taufe erfolgt sein könnte. 137
Blickt man von der Vita Liudgeri auf Sachsen, das spätere Wirkungsfeld des heiligen Liudger, dann findet sich in einer der Bußnormen der Capitulatio de partibus Saxoniae (782) Karls d. Gr. (768/800–814) ein Hinweis, dass der Weg zur Taufe mitunter durch die lex scripta geebnet wurde: Wenn der Vater sein Kinder nicht binnen Jahresfrist nach der Geburt taufen lässt, muss er je nach Stand eine Buße zwischen 20 und 30 Solidi zahlen. 138 Es wird also auf die Angehörigen Druck ausgeübt, neugeborene Kinder möglichst bald taufen zu lassen. Für die Capitulatio, die sich als Instrument fränkischer Zwangsmission darstellt, mag dies nicht weiter erstaunen, wo doch dem erwachsenen Sachsen, der sich nicht taufen lassen will, sogar die Todesstrafe drohte. 139
Ähnliche Bußnormen finden sich im Zusammenhang mit der Taufe jedoch schon früher, und zwar im angelsächsischen Recht. König Ine (688–726) droht in seinem zwischen 688 und 695 aufgezeichneten Gesetzbuch dem Vormunt mit einer Buße von 30 Schillingen für den Fall, dass das seiner Gewalt unterworfene Kind nicht binnen 30 Tagen getauft wird. 140 Auffällig ist zunächst die im Vergleich zur Capitulatio deutlich kürzere Frist, die erkennen lässt, dass der Angelsachsenkönig tatsächlich das neugeborene Kind im Auge hat. 141 Bemerkenswert ist zudem die Stellung des Kapitels. Es ist das zweite des Gesetzbuchs und das erste, das konkrete Bestimmungen enthält. Diese Vorschrift hat ein Gegenstück in Gestalt des letzten Kapitels, das ebenfalls im Zusammenhang mit der Taufe steht, allerdings einen profanen Gegenstand behandelt. Die beiden Bestimmungen erscheinen insofern als A und O der Rechtsaufzeichnung. Das Schlusskapitel sieht vor, dass bei Tötung des Patensohns oder des Taufpaten eine Totschlagsbuße in Höhe des Wergelds an den Paten bzw. den Patensohn zu zahlen ist. 142 Die geistliche Verwandtschaft als eine Folge der Taufe wird also hinsichtlich bestimmter Unrechtstaten der Blutsverwandtschaft gleichstellt.
Vergleicht man die bis jetzt betrachteten von Karl d. Gr. und Ine getroffenen Regelungen mit der zuvor umrissenen gentilen Rechtspraxis, dann zeichnen sich erste Neuansätze ab. Dass christliche Gesetzgeber den Angehörigen nicht das Recht über Leben und Tod des Kindes zugestanden, ist nicht weiter erstaunlich, auch wenn in der Praxis zumindest das Aussetzen ungetaufter wie auch getaufter Kinder bis in das 19. Jahrhundert weit verbreitet war.143 Interessanter ist dagegen die in Ines Vorschrift über das Wergeld von Pate und Patensohn ablesbare Entwicklung, dass die Taufe durch die mit ihr einhergehende geistliche Ver|wandtschaft den Täufling in neue soziale und rechtliche Lebenszusammenhänge einordnet. Hinzu kommt ausweislich der Bußnormen über die Tauftermine aber noch etwas anderes: Ein Dritter, der Gesetzgeber, sorgt sich um das geistliche Wohl des Kindes und entzieht deshalb die Entscheidung über die Taufe des Neugeborenen den Angehörigen (z.B. dem Muntwalt). Ähnliche religiös motivierte Vorstöße gegen die überkommene Hausgemeinschaft und Hausgewalt lassen sich auch in anderen Bereichen der frühmittelalterlichen Rechtsgeschichte beobachten. 144
Aus einer ähnlichen Motivation erklärt sich auch noch eine weitere Besonderheit der christlichen Normgebung. Anders als man vielleicht vermuten könnte, 145 sind Ine und Karl d. Gr. eher an den ungetauften als an den getauften Kindern interessiert. Eine andere Bestimmung aus Ines Gesetzbuch lässt die Hintergründe zumindest für das angelsächsische Recht etwas klarer erkennen: Wenn ein Kind ungetauft stirbt, d.h. wohl nachdem die vom König gesetzte Frist von 30 Tagen verstrichen ist, muss der Vormunt mit seinem gesamten Vermögen büßen. 146 Der Hauptgrund für diese Regelung dürfte darin liegen, dass der Vormunt seiner Pflicht, das Kind zur Taufe zu bringen, nicht nachgekommen ist. 147 Allerdings erstaunt die Höhe der Buße. Zudem stellt sich die Frage, worin genau der Schaden besteht, der eine so schwerwiegende Sanktion nach sich zieht, die unter Umständen das Wergeld für die Tötung eines getauften Kindes deutlich übersteigen kann.
Ines Regelung steht, soweit es die relativ hohe Buße für das ungetauft verstorbene Kind betrifft, nicht allein. Auch die frühmittelalterlichen Bußbücher setzen vergleichsweise harte Kirchenbußen für die Tötung eines ungetauften Kindes fest. 148 Einen Schritt weiter geht noch eine Regelung des Mainzer Konzils von 852, wonach die Mutter, die ihr Kind getötet hat, eine mildere Kirchenbuße trifft, wenn das Kind bereits getauft ist. 149 Auf der gleichen Linie liegt, wie bereits zu sehen war, die eingangs zitierte Vorschrift der Lex Baiuvariorum. 150 Ähnliche Regelungen finden sich, wenngleich nicht durchgängig, auch im hoch- bzw. spätmittelalterlichen skandinavischen Recht. 151 Ein mittelbarer Hinweis zu den Hintergründen solcher Bestimmungen findet sich im Prolog zu Ines Gesetzbuch, in dem der König hervorhebt, er habe sich im Vorfeld der Rechtsaufzeichnung mit den weltlichen und geistlichen Großen »über das Heil unserer Seelen und den Zustand unseres Reiches« beraten. 152 Noch deutlicher wird der Verfasser des Paenitentiale Oxoniense II, der hervorhebt, dass die Tötung eines ungetauften Kindes dieses der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode beraubt.153
Diese besondere Sorge um das Seelenheil führt noch einmal zurück in die Spätantike. Nach einer von Augustinus besonders wirkungsmächtig vertretenen Auffassung war dem Kind, das ungetauft verstarb, der Weg in den Himmel verschlossen. 154 Zwar konnte ein kleines Kind keine Sünden begehen. Da es jedoch nicht die Taufe empfangen hatte, blieben die Folgen der Erbsünde ungetilgt. Dieser aus theologischer Sicht schwierige Fall, der den Ausgangspunkt für die scholastische Lehre vom sog. Limbus puerorum bildete, 155 stellte sich dem frühen Mittelalter vor allem als ein praktisches Problem dar. So berichtet etwa Gregor von Tours (gest. 594) mit Blick auf das Frankenreich des ausgehenden 6. Jahrhunderts von den Bemühungen der Angehörigen, ihren sterbenden Kleinkindern noch die rettende Taufe zuteilwerden zu lassen. 156 Denn, so lässt Gregor Königin Chrodechild (um 474–544) auf Vorwürfe ihres damals noch heidnischen Gemahls Chlodwig I. (466–511) antworten, wer im weißen Taufkleid von dieser |Welt gerufenen worden ist, der wird im Angesicht Gottes leben. 157 War das Kind doch ungetauft verstorben, ließ es sich durch ein Wunder für einen Augenblick vielleicht noch einmal zum Leben erwecken – um sogleich getauft zu werden und dann ein christliches Begräbnis zu erhalten. Ein Gedanke, der sich um 700 genauso findet wie noch um 1700. 158
Die Sorge um das Seelenheil, die aus den betreffenden Quellen spricht, erklärt zu einem Gutteil die Attraktivität der Taufe. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich das Interesse der Eltern an der Taufe ihrer Kinder nicht auf christlich-religiöse Motive in einem engeren Sinne reduzieren lässt. Durch den Sakramentenempfang suchte man womöglich auch sicherzustellen, dass ein krankes Kind geheilt wurde 159 oder, falls es doch starb, die Angehörigen nicht von ihm als Untoten heimgesucht wurden. 160 Das zweite Motiv erscheint nur auf den ersten Blick bizarr. Tatsächlich erwähnt noch Burchard von Worms (um 965–1025) die Praxis, ungetauft verstorbene Kinder mit Stangen zu durchbohren, um so die Lebenden vor dem Toten als Wiedergänger zu schützen. 161 Ähnliche Vorstellungen finden sich auch anderenorts. 162 Was hieran vorchristlich ist und was auf christlichen Volksglauben zurückgeht, lässt sich nur schwer entscheiden.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass sich die Vorstellung, das Initiationssakrament könne vor Untoten schützen, ebenso nördlich der Alpen findet wie die gerade betrachteten Rechtstexte, in denen die Taufe in Bußnormen auftaucht, die nach dem Normstil des Si quis – wenn jemand die Unrechtstat X begeht, muss er die Summe Y zahlen – gestrickt sind. Zwar lassen die betreffenden Quellen durchaus Neuansätze erkennen, doch sucht man einen Kontrapunkt zur gentilen Rechtstradition vergeblich. Dazu bedurfte es nicht nur einer engeren Verbindung von rechtlichem Status und Taufe, sondern auch einer allgemeineren begrifflichen Vorstellung, wie sich dieses Verhältnis gerade in Hinblick auf das weltliche Recht darstellt. Angesichts des allgemeinen kulturellen Gefälles im frühen Mittelalter wird man einen entsprechenden Ansatz wohl eher in den mediterranen Regna als im Norden Europas erwarten dürfen.
Man muss nicht lange suchen, um diesbezüglich im westgotischen Recht fündig zu werden. 163 Dank der in ihrer Breite einzigartigen Überlieferung der Leges Visigothorum sind die historischen Ausgangspunkte der hier interessierenden Entwicklungen noch vergleichsweise gut erkennbar. Sie reichen zum Teil bis in die vorchristliche Rechtstradition zurück. Das gilt etwa für die Praxis der Kindestötung. Auf sie nimmt eine Bestimmung des dritten Konzils von Toledo (589) Bezug, in der der erste katholische Westgotenkönig Rekkared I. (586–601) seinen iudices undsacerdotes aufträgt, für die Abstellung dieses horrendum facinus Sorge zu tragen.164 Wahrscheinlich war allerdings schon in arianischer Zeit die Tötung neugeborener Kinder verboten, wie eine Bestimmung der sog. Antiqua vermuten lässt. 165 Mit Blick auf die rechtliche Stellung des neugeborenen Kindes ging demgegenüber König Chindaswinth (gest. 653) einen wichtigen Schritt weiter. Er erliess ein Gesetz, wonach nur dasjenige neugeborene Kind erben kann, das mindestens 10 Tage gelebt hat und getauft worden ist. 166 Die Erbfähigkeit des Kindes, wenn nicht gar seine Rechtsstellung insgesamt hängt demnach am Sakramentenempfang. 167 His|torisch bedeutete dies gegenüber der alten gentilen wie auch der römischen Rechtstradition einen Paradigmenwechsel: Der Status des Getauften, d.h. descivis caelestis civitatis, wurde zur Voraussetzung für den Erwerb profaner Rechte des civis terrenae civitatis. 168
Einen Hinweis, auf welchem Wege Chindaswinth zu dieser Regelung gelangt sein könnte, gibt die Zehntagesfrist. Man darf vermuten, dass ihr die Frist der neun Nächte bzw. Tage, wie sie etwa im alemannischen Recht begegnet, zugrunde lag. 169 Allerdings hat sie ihren alten Sitz im Leben, den Formalakt der Aufnahme ins (Rechts)Leben, verlassen und ist in den Umkreis erbrechtlicher Fragen abgewandert, die vor allem um ein Problem kreisen: Kann ein neugeborenes Kind, das selbst nur kurze Zeit lebt, einen Elternteil beerben und dann seinerseits von dem überlebenden Elternteil beerbt werden? Anders als etwa das alemannische Recht, das abgesehen von einer bestimmten Lebensdauer als Vitalitätsbeweis den Blickkontakt des Kindes mit seiner Umwelt fordert, 170 hat sich der westgotische Gesetzgeber für die Taufe als Voraussetzung entschieden, die vermutlich an die Stelle eines älteren vorchristlichen Aufnahmeritus getreten ist.
Offenbar war dieses Gesetz umstritten und gab Anlass zu Kontroversen. Jedenfalls lieferte Chindaswinths Nachfolger Rekkeswinth (gest. 672) eine eigene philosophisch-theologische Begründung dieser Regelung. 171 Ihr zufolge kann sich ein neugeborenes Kind, das vielleicht schon kurz nach der Geburt wieder stirbt, eigentlich keine irdischen Güter aneignen. Der Natur gemäß muss es zunächst Gebrauch von seinen Sinnen machen können, bevor es etwas erbt. Denn, so die Begründung, wer kann schon Besitz von einer Erbschaft ergreifen, wenn er kaum das erste Lebenslicht wahrgenommen hat? Um gleichsam in Umkehrung der origo naturae schon vorher Erbe und Erblasser sein zu können, muss das Kind durch die Taufe einessalutare conmercium teilhaftig werden, aufgrund dessen es nicht nur Erbe des Himmelreiches, sondern auch irdischer Erbe wird.
Die Konstitution lohnt entgegen Karl Zeumers sarkastischer Kritik eine etwas genauere Betrachtung. 172 Ihren Ausgangspunkt bildet die Frage, wie derjenige, der dem Tode näher ist als dem Leben, in die Rechte der Lebenden eintreten, d.h. überhaupt etwas besitzen kann. Das sich aus dieser Überlegung ergebende fast schon naturrechtliche Argument gegen eine Erbfähigkeit des Neugeborenen wird mehrmals variiert und als rhetorische Frage neu formuliert. Am Ende der entsprechenden Argumentationskette steht ein Vergleich: Das neugeborene Kind ist wie ein Schiffbrüchiger, der kaum dass er aus den Engen des Mutterschoßes in das Licht des Lebens getreten ist, schon wieder in die Dunkelheit des Todes zurückfallen kann. 173 Das einprägsame Bild lässt außergewöhnliche Bildungshintergründe vermuten. Jedenfalls findet sich in Lukrez’ Lehrgedicht De rerum natura eine sehr ähnliche Metaphorik: Der Säugling wird mit einem Schiffer verglichen, der von der Natur aus dem Mutterschoß an den lichten Strand des Lebens geworfen worden ist. 174 Die Verwendung dieses Bildes in einem westgotischen Kontext erstaunt umso mehr, als man die Lukrezstelle in größerem Umfang erst in der Neuzeit im Gefolge von Michel de Montaigne (1533–1592) zitiert findet. 175
Interessanter jedoch als solche Bildungshintergründe ist für die Deutung der Taufe die im zweiten Teil des Kapitels gebotene Lösung. An deren Schluss verweist der Gesetzgeber noch einmal auf den Zweck der Regelung. Durch das Instrument des irdischen Rechts soll sichergestellt werden, dass das Kind, auch wenn es früh stirbt, dank der Taufe zumindest einen Vorteil im Himmelreich hat. Doch wie kann diese der Grund dafür sein, dass |jemand auf Erden erben kann? Die Lösung liegt in dem Begriff des salutare commercium, den schon Papst Leo d. Gr. (440–461) im Zusammenhang mit dem Kreuzesopfer des guten »Kaufmanns« Jesus Christus verwendet, der sterbliche Menschennatur annahm, damit die Menschen des ewigen Lebens teilhaftig werden können. 176 Doch hat der Terminus commercium auch im römischen Recht eine spezifische Bedeutung, und zwar im Sinne einer Nichtbürgern verliehenen Fähigkeit, an bestimmten Veräußerungsgeschäften (nach römischem Recht) teilzunehmen. 177 Zieht man die theologische und die rechtliche Bedeutungsebene zusammen, ergibt sich die argumentative Pointe: Durch die Taufe wird das neugeborene Kind dank Christi salutare commercium Bürger des Himmelreiches. Dadurch erwirbt er jedoch zugleich das irdische commercium, denn die Taufe transzendiert die Natur und ermöglicht es dem getauften Kind, Handlungen im Recht vorzunehmen (z.B. Besitz von einer Erbschaft zu ergreifen), zu denen es aufgrund der origo naturae nicht in der Lage wäre.
Chindaswinths Konstitution und ihre theoretische Begründung durch Rekkeswinth lassen gleichermaßen Kontinuitäten und Neuanfänge erkennen: Der westgotische Gesetzgeber sorgte sich wie vor ihm manche spätrömischen Kaiser um das Seelenheil seiner Untertanen und wollte deshalb sicherstellen, dass sie möglichst früh getauft wurden. Dazu knüpfte er an den Empfang des Initiationssakraments gewichtige Rechtsfolgen im weltlichen Bereich. An die Stelle der alten Vitalitätskriterien, die noch in Rekkeswinths Hinweis auf den Sinnesgebrauch anklingen, trat so dassacramentum regenerationis. Die von Chindaswinth getroffene Regelung findet sich in späterer Zeit in ganz unterschiedlichen europäischen Gesellschaften des Mittelalters und der Neuzeit. 178 Die entsprechende Tradition kommt u.a. in der Sentenz zum Ausdruck: »Ist das Kind nicht getauft, so erbt es nicht.« 179 Keine Zukunft war dagegen Rekkeswinths Begründung beschieden. Schon die Redaktoren König Erwigs (680–687) nahmen an ihr Anstoß und entfernten sie im Zuge der von diesem König angeordneten Bearbeitung des Liber Iudiciorum aus dem westgotischen Gesetzbuch.
Am Ende dieser Untersuchung steht weder ein abschließendes Ergebnis noch eine umfassende Entwicklung, die vom ersten in das zweite Jahrtausend führt. Das war auch nicht beabsichtigt. Angesichts vielfacher Brüche und komplexer Transformationsprozesse liegt der besondere Reiz der frühmittelalterlichen Rechtsgeschichte vielleicht gerade in der Vielfalt der Möglichkeiten und in den verschlungenen Wegen. Das zeigt sich auch mit Blick auf den Beitrag, den die Taufe im frühen Mittelalter zum rechtlichen Begriff der Person leistete, wenn man theoretische Potentiale und historische Befunde, wie sie in den Abschnitten II–III bzw. III–IV skizziert worden sind, einander gegenüberstellt.
Das Frühmittelalter kannte weder einen Staat im Sinne der Spätantike oder der Neuzeit noch verfügte es über große von Juristen gepflegte Gebäude rechtlicher Begrifflichkeit, wie sie bis zum 6. und dann wieder seit der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert selbstverständlich waren. Sein Rechtsverständnis in Hinblick auf den einzelnen Menschen war, zumindest soweit es die sog. Volksrechte der nichtrömischen Gentes betrifft, nicht zuletzt von der Vorstellung bestimmt, dass die Rechtsstellung des Einzelnen ganz wesentlich von seinem physischen (und materiellen) Vermögen und seiner Funktion innerhalb der Gemein|schaft abhängig war. In einer solchen Welt wäre der moderne Gedanke, jeder Mensch könne als Person Träger von Rechten und Pflichten sein, schwer vorstellbar. Andererseits erscheint gerade vor diesem Hintergrund die Möglichkeit, dass zumindest jeder Christ aufgrund einer besonderen Taufprägung ( character) über einen dauerhaften und unverlierbaren Status verfügte, der ihn zum Subjekt von Rechten und Pflichten machte, als grundsätzlicher Neuanfang. Die Bedeutung dieser Vorstellung lässt sich erst dann wirklich erfassen, wenn man die Tragweite eines anderen Gedankens in Rechnung stellt: dass jeder Mensch eine Seele hat, für deren Heil er vor Gott verantwortlich ist, und dass die Taufe der Schlüssel zu einem so verstandenen christlichen Seelenheil ist.
Dieses theoretische und normative Potential der Taufe, das auch ein Erbe der Patristik (z.B. des Augustinus) war, scheint zumindest auf den ersten Blick keine entsprechende Umsetzung in der Normgebung christlicher Gesetzgeber des frühen Mittelalters gefunden zu haben. Die Rechtsstellung des neugeborenen Kindes im Spiegel der Leges barbarorum zeigt jedoch, dass die Taufe seit dem 7. Jahrhundert ältere vorchristlichen Formalakte (z.B. die Namensgebung), durch die das Neugeborene in die Hausgewalt aufgenommen wurde und damit vor Tötung oder Aussetzung geschützt war, verdrängte und ersetzte. Dabei sind grundsätzlich neue Akzente erkennbar. Während die betreffenden Formalakte in der vorchristlichen gentilen Rechtskultur wohl vor allem dem Beweis dienten, geht die Bedeutung der Taufe über diese Funktion hinaus. Schon einzelne Regelungen des Angelsachsen Ine und Karls des Gr. lassen erkennen, dass Druck auf die Angehörigen ausgeübt werden sollte, ihre Kinder taufen zu lassen. Dies konnte mittelbar dazu führen, dass dem Neugeborenen ungetauften Kind ein besonderer Schutz zu Teil wurde.
Noch einen Schritt weiter ging der Westgotenkönig Chindaswinth in einer Konstitution, der zufolge abgesehen von einer bestimmten Lebensdauer der Empfang der Taufe Voraussetzung dafür ist, dass ein Kind seinen Vater oder seine Mutter beerben kann. Der religiöse Status als Christ wurde so conditio sine qua non zumindest für die Erbfähigkeit im weltlichen Recht. Der gentile Gesetzgeber nahm damit eine Entwicklung des zweiten Jahrtausends (»Ist das Kind nicht getauft, so erbt es nicht.«) vorweg. Die von Chindaswinths Nachfolger vorgelegte Begründung der betreffenden Regelung lässt zudem bemerkenswerte Reflexionen (z.B. zum salutare conmercium) erkennen, welche die gedankliche Tragweite dieser Neuerungen erahnen lassen. Um eine möglichst frühe Taufe sicherzustellen, werden nicht (wie von Ine und Karl d. Gr.) Bußen angedroht, sondern weltliche Rechtsfolgen vom Empfang des Initiationssakraments abhängig gemacht. Die Taufe, d.h. der Status des Christen, wird so zur Begründung und zur Grundlage der weltlichen Rechtsstellung. Hier werden Berührungspunkte zwischen der westgotischen Normgebung und der Bedeutung des character ( indelebilis) sowie des Seelenheils als Ausgangspunkten für eine »Personifizierung des Menschen« erkennbar.
Allerdings zeigen gerade die betreffenden Bestimmungen des Westgotenrechts, dass vom Frühmittelalter kein gerader Weg in das Hoch- und Spätmittelalter oder gar in die Neuzeit führt. Insofern fordert das hier skizzierte theoretische Potential der Taufe stets aufs Neue zu einer historischen Vergewisserung heraus. In diesem Spannungsverhältnis von Möglichkeit und rekonstruierbarer geschichtlicher Wirklichkeit liegt zugleich ein Ansatzpunkt für künftige Untersuchungen zu Taufe und Person – nicht nur im ersten Jahrtausend.
|Agnellus Ravennas, Liber Pontificalis ecclesiae ravennatis, hg. von Deborah Mauskopf Deliyannis (Corpus Christianorum Continuatio Mediaevalis 199), Turnhout 2006
Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794, hg. von Hans Hattenhauer, 3. Auflage, Neuwied 1996
Altfrid, Vita Liudgeri, in: Diekamp, Wilhelm (Hg.), Die Vitae sancti Liudgeri (Die Geschichtsquellen des Bisthums Münster 4), Münster 1881, 3–53
[Ambrosiaster] Ambrosiastri qui dicitur commentarius in epistulas Paulinas, Pars III (Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum 81,3), hg. von Heinrich Joseph Vogels, Wien 1969
Aurelius Augustinus, De civitate Dei, Libri XI–XXII, hg. von Bernhard Dombart und Alfons Kalb (Corpus Christianorum, Series Latina 48), Turnhout 1955
[Burchard von Worms] Corrector Burchardi, in: Friedrich Wilhelm Wasserschleben (Hg.), Die Bußordnungen der abendländischen Kirche, Halle 1851 (ND Graz 1958), 624–682
Burchard von Worms, Decretorum libri XX. Ergänzter Neudruck der Editio princeps Köln 1548, hg. von Gérard Fransen und Theo Kölzer, Aalen 1992
Capitulatio de partibus Saxoniae, in: von Schwerin, Claudius (Hg.), Leges Saxonum und Lex Thuringorum (Monumenta Germaniae Historica Fontes iuris Germanici antiqui in usum scholarum separatim editi 4), Hannover, Leipzig 1918, 37–44
Codex Iuris Canonici Pii X Pontificis Maximi iussu digestus Benedicti Papae XV auctoritate promulgatus, praefatione, fontium annotatione et indice analytico-alphabetico eminentissimo Petro Card. Gasparri auctus, New York 1918
Codex Iuris Canonici auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatus, fontium annotatione et indice analytico-alphabetico auctus, Città del Vaticano 1989
[Codex Theodosianus] Theodosiani libri XVI cum constitutionibus Sirmondianis, hg. von Theodor Mommsen undPaul Martin Meyer, Bd. 1, Berlin 1904 (ND Hildesheim 2011)
Concilia aevi Karolini DCCCXLIII–DCCCLIX, hg. vonWilfried Hartmann, Hannover 1984
Concilios visigóticos e hispano-romanos, hg. von José Vives (España Cristiana 1), Barcelona 1963
Corpus iuris civilis, 2: Codex Iustinianus, hg. von Paul Krüger, 14. Aufl., Dublin, Zürich 1967; 3: Novellae, hg. von Rudolf Schoell und Wilhelm Kroll, 9. Aufl. Dublin, Zürich 1968
Die Gesetze der Angelsachsen, hg. von Felix Liebermann, Bd. 1–3, Halle a.S. 1903–1916 (ND Aalen 1960)
Gregor von Tours, Libri historiarum X, hg. von Bruno Krusch und Wilhelm Levison (MGH SS rer. Merov. 1,1), 2. Auflage, Hannover 1951
Gregor von Tours, Libri I–IV de virtutibus sancti Martini episcopi, hg. von Bruno Krusch (Monumenta Germaniae Historica SS rer Mer. 1,2), Hannover 1885 (ND Hannover 1969), 134–211
Gregor von Tours, Liber vitae patrum, hg. von Bruno Krusch (Monumenta Germaniae Historica SS rer. Mer. 1,2), Hannover 1885 (ND 1969), 211–294
Leges Baiuwariorum, hg. von Johannes Merkel, in: Monumenta Germaniae Historica, Leges in folio, Bd. 3, Hannover 1863, 183–496
Leges Visigothorum, hg. von Karl Zeumer (Monumenta Germaniae Historica LL nat. Germ. 1), Hannover, Leipzig 1902
[Leo Magnus] Sancti Leonis Magni romani pontificis tractatus septem et nonaginta, hg. von Antoine Chavasse (Corpus Christianorum, Series Latina 138 A), Turnhout 1973
Lex Alamannorum, hg. von Karl Lehmann (Monumenta Germaniae Historica LL nat. Germ. 5,1), 2. Aufl., hg. vonKarl August Eckhardt, Hannover 1966
Lex Baiuvariorum. Lichtdruckwiedergabe der Ingolstädter Handschrift des bayerischen Volksrechts mit Transkription, Textnoten, Übersetzung, Einführung, Literaturübersicht und Glossar, hg. von Konrad Beyerle, München 1926
Lex Baiwariorum, hg. von Ernst von Schwind (Monumenta Germaniae Historica, Leges nat. Germ. 5,2), Hannover 1926 (ND Hannover 1997)
Lex Frisionum, hg. und übers. von Karl August Eckhardt und Albrecht Eckhardt (Monumenta Germaniae Historica Fontes iuris Germanici antiqui in usum scholarum separatim editi 12), Hannover 1982
Lex Ribvaria, hg. von Franz Beyerle undRudolf Buchner (Monumenta Germaniae Historica LL nat. Germ. 3,2), Hannover 1954
[Lucretius] T. Lucretius Carus, De rerum natura. Libri sex, hg. von Hermann Diels, Bd. 1, Berlin 1924
Maximus episcopus Taurinensis, Sermones collectionis, hg. von Almut Mutzenbecher (Corpus Christianorum, Series Latina 23), Turnhout 1962
Pactus Alamannorum, hg. von Karl Lehmann (Monumenta Germaniae Historica LL nat. Germ. 5,1), Hannover 1888
Pactus legis Salicae, hg. von Karl August Eckhardt (MGH LL nat. Germ. 4,1), Hannover 1962
Paenitentiale Oxoniense II, in: Kottje, Raymund (Hg.), Paenitentialia minora Franciae et Italiae saeculi VIII–IX (Corpus Christianorum, Series latina 156), Turnhout 1994, 179–205
Tacitus, Germania, hg. von Gerhard Perl (Schriften und Quellen der Alten Welt 37,2), Berlin 1990
[Tertullianus] Quintus Septimus Florens Tertullianus, Adversus Marcionem, hg. von Emil Kroymann, in: Ders., Opera, Pars I (Corpus Christianorum, Series Latina 1), Turnhout 1954, 437–726
[Tertullianus] Quintus Septimus Florens Tertullianus, De anima, hg. von Jan Hendrik Waszink, in:Ders., Opera, Pars II: Opera montanistica (Corpus Christianorum, Series Latina 2), Turnhout 1954, 779–869 |
Albanese, Bernardo, Adriana Campitelli (1983), Persona. II. Persona (storia), in: Enciclopedia del diritto 33, Varese 1983, 169–193
Althoff, Gerd (2002), Recht nach Ansehen der Person. Zum Verhältnis rechtlicher und außerrechtlicher Verfahren der Konfliktbeilegung im Mittelalter, in: Cordes, Albrecht u.a. (Hg.), Rechtsbegriffe im Mittelalter, Frankfurt am Main, 79–92
Amata, Biagio (1998), Il ›carattere‹ sacramentale: dottrina patristica?, in: Rivista liturgica 85, 487–522
Angenendt, Arnold (1984), Kaiserherrschaft und Königstaufe. Kaiser, Könige und Päpste als geistliche Patrone in der abendländischen Missionsgeschichte, Berlin
Angenendt, Arnold (2006), Taufe im Mittelalter, in: Seyderhelm, Bettina (Hg.), Tausend Jahre Taufe in Mitteldeutschland […], Regensburg, 35–42
Angenendt, Arnold (2009), Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, 5. Auflage, Münster
Angenendt, Arnold, Thomas Braucks, Rolf Busch, Thomas Lentes, Hubertus Lutterbach (1995), Gezählte Frömmigkeit, in: Frühmittelalterliche Studien 29, 1–71
Arcari, Paola Maria (1968), Idee e sentimenti politici dell’Alto Medioevo, Mailand
Aversano, Mario (1988), La quinta ruota. Studi sulla Commedia, Turin
Baccari, Maria Pia (1996), Cittadini popoli e comunione nella legislazione dei secoli IV–VI, Turin
Bader, Karl S., Gerhard Dilcher (1999), Deutsche Rechtsgeschichte. Land und Stadt – Bürger und Bauer im Alten Europa, Heidelberg
Battenberg, Friedrich (2007), Gewalt, Buße und Seelenheil. Zur religiösen Dimension und rechtshistorischen Entwicklung der Totschlagsühne in der Vormoderne, in: Buchholz, Stephan, Heiner Lück (Hg.), Worte des Rechts – Wörter zur Rechtsgeschichte. Festschrift für Dieter Werkmüller zum 70. Geburtstag, Berlin, 27–55
Bätschi, Joos (1887), Ueber das Requisit der Vitalität für den Beginn der Persönlichkeit, Zürich
Beck, Marcel (1968), Christus als civis romanus, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 18, 389–400
Bellen, Heinz (2001), Vom halben zum ganzen Menschen. Der Übergang aus der Sklaverei in die Freiheit im Spiegel des antiken und frühchristlichen Freilassungsbrauchtums, in: Bellen, Heinz, Heinz Heinen (Hg.), Fünfzig Jahre Forschungen zur antiken Sklaverei an der Mainzer Akademie 1950–2000. Miscellanea zum Jubiläum, Stuttgart, 13–29
Beumer, Johannes (1959), Extra Ecclesiam nulla salus, in: Lexikon für Theologie und Kirche 3, 2. Auflage, Freiburg, 1320–1321
Beyerle, Franz (1935), Das Gesetzbuch Ribvariens. Volksrechtliche Studien III., in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 55, 1–80
Biondi, Biondo (1952), Il dritto romano cristiano, 2 Bde, Mailand
Birr, Christiane (2008), Bann, kirchlicher, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 429–432
Bluhme, Friedrich (1873), Die Mundschaft nach Langobardenrecht, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte 11, 375–401
Boswell, John (1990), The Kindness of Strangers. The abandonment of children in Western Europe from late Antiquity to the Renaissance, New York
Böttcher, Otto (1994), Honig, C. Christlich, in: Reallexikon für Antike und Christentum 16, Stuttgart 1994, 462–473
Brand-Pierach, Sandra (2004), Ungläubige im Kirchenrecht. Die kanonistische Behandlung der Nichtchristen als symbolische Manifestation politischen Machtwillens, Konstanz http://kops.ub.uni-konstanz.de/bitstream/handle/urn:nbn:de:bsz:352-opus-13005/Brand-Pierach.pdf?sequence=1
Breitenbach, Udo (1998), Die Vollmacht der Kirche Jesu Christi über die Ehen der Getauften. Zur Gesetzesunterworfenheit der Ehen nichtkatholischer Christen, Rom
Bremmer, Jan N. (2009), Die Karriere der Seele: Vom antiken Griechenland ins moderne Europa, in: Kippenberg, Hans G. u.a. (Hg.), Europäische Religionsgeschichte. Ein mehrfacher Pluralismus, Bd. 2, Göttingen, 497–524
Brommer, Ferdinand (1908), Die Lehre vom sakramentalen Charakter in der Scholastik bis Thomas von Aquin inklusive. Nach gedruckten und ungedruckten Quellen, Paderborn
Bruch, Richard (1981), Die Würde des Menschen in der patristischen und scholastischen Tradition, in: Gruber, Wilfried (Hg.), Wissen, Glaube, Politik. Festschrift für Paul Asveld, Graz, 139–154
Bruck, Eberhard F. (1956), Kirchenväter und soziales Erbrecht. Wanderungen religiöser Ideen durch die Rechte der östlichen und westlichen Welt, Berlin
Brunner, Heinrich (1895), Die Geburt eines lebenden Kindes und das eheliche Vermögensrecht, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 29, 63–108
Brunner, Heinrich (1906), Deutsche Rechtsgeschichte, 2. Auflage, Bd. 1, Leipzig
Brunner, Heinrich (1905), Über die Strafe des Pfählens im älteren deutschen Rechte, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 26, 258–267
Buchner, Rudolf (1953), Die Rechtsquellen. Beiheft zu: Wattenbach – Levison, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter, Weimar
Burdese, Alberto, Domenico Maffei (1960), Capacità. I. Premessa storica, in: Enciclopedia del diritto 6, Varese, 1–8
Calabrús Lara, José (1991), Las relaciones paterno-filiales en la legislación visigoda, Granada
Carlen, Louis (1984), Der Ritterschlag am Heiligen Grab zu Jerusalem, in: Forschungen zur Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde 6, 5–26
Carlen, Louis (1990), Der Mensch in bildlichen Darstellungen von Recht und Gerechtigkeit, in: Steinauer (1990) 68–91
Carlsson, Lizzie (1972), ›Jag giver dig min dotter‹. Trolovning och äktenskap i den svenska kvinnans äldre historia, Bd. 2, Stockholm
Carpin, Attilo (2005), Agostino e il problema dei bambini morti senza il battesimo, Bologna
Carpin, Attilo (2006), Il limbo nella teologia medievale, Bologna |
Cavazza, Silvano (1994), Double Death. Resurrection and Baptism in a Seventeenth Century Rite, in:Muir, Edward, Guido Ruggiero (Hg.), History from Crime, Baltimore, 1–31
Chélini, Jéan (1990), L’aube du moyen âge. Naissance de la chrétienté occidentale. La vie religieuse des laïcs dans l’Europe carolingienne (750–900), Paris
Chrimes, Stanley Bertram (1936), English Constitutional Ideas in the Fifteenth Century, Cambridge
Clevenot, Michel (1988), La double citoyenneté. Situation des chrétiens dans l’Empire romain, in: Mactoux, Marie-Madeleine, Evelyne Geny (Hg.), Mélanges Pierre Lévêque, Bd. 1, Paris, 107–115
Coing, Helmut (1962), Zur Geschichte des Privatrechtsystems, Frankfurt am Main
Coing, Helmut (1985), Europäisches Privatrecht, Bd. 1: Älteres Gemeines Recht (1500 bis 1800), München
Conde Cid, Juan Carlos (2012), Privilegio Paulino, in: Diccionario general de derecho canónico 6, Cizur Menor, 483–487
Conrad, Hermann (1956), Individuum und Gemeinschaft in der Privatrechtsordnung des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts, Karlsruhe
Conrad, Hermann (1962), Deutsche Rechtsgeschichte, Bd. 1, 2. Auflage, Karlsruhe
Corblet, Jules (1881–1882), Histoire dogmatique, liturgique et archéologique du sacrement de baptême, 2 Bde, Paris
Cortese, Ennio (1955–1956), Per la storia del mundio in Italia, in: Rivista Italiana per le scienze giuridiche 91, 323–474
Coulin, Alexander (1910), Der nasciturus. Ein Beitrag zur Lehre vom Rechtssubjekt im fränkischen Recht, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 31, 131–137
Cramer, Peter (2003), Baptism and Change in the Early Middle Ages, c. 200 – c. 1150, Cambridge
Crawford, Sally (1999), Children, Death and the Afterlife in Anglo-Saxon England, in: Karkov, Catherine E. (Hg.), The Archaeology of Anglo-Saxon England: Basic Readings, New York, 339–358
Crawford, Sally (2010), Infanticide, Abandonment and Abortion in the Graeco-Roman and Early Medieval World: Archaeological Perspectives, in: Brockliss, Laurence, Heather Montgomery (Hg.), Childhood and Violence in the Western Tradition, Oxford, 59–67
Dahn, Felix (1874), Westgothische Studien. Entstehungsgeschichte, Privatrecht, Strafrecht, Civil- und Straf-Proceß und Gesammtkritik der Lex Visigothorum, Würzburg
Dahn, Felix (1905), Die Könige der Germanen. Das Wesen des ältesten Königtums der germanischen Stämme und seine Geschichte bis zur Auflösung des Karolingischen Reiches, Bd. 9,2: Die Baiern, Leipzig (ND Hildesheim 1977)
Damm, Reinhard (2002), Personenrecht: Klassik und Moderne der Rechtsperson, in: Archiv für civilistische Praxis 202, 841–879
Dassmann, Ernst (1986–1994), Character, in: Augustinus-Lexikon 1, Basel, 835–840
Dassmann, Ernst (2011a), Menschenrechte und Menschenwürde in frühchristlicher Zeit, in: Dassmann, Ernst, Ausgewählte kleine Schriften zur Patrologie, Kirchengeschichte und christlichen Archäologie, Münster, 103–124
Dassmann, Ernst (2011b), ›Ohne Ansehen der Person‹. Zur Frage der Gleichheit aller Menschen in frühchristlicher Theologie und Praxis, in: Dassmann, Ernst, Ausgewählte kleine Schriften zur Patrologie, Kirchengeschichte und christlichen Archäologie, Münster, 62–74
Dölger, Franz Joseph (1911), Sphragis. Eine altchristliche Taufbezeichnung in ihrer Beziehung zur profanen und religiösen Kultur des Altertums, Paderborn (ND New York 1967)
Dölger, Franz Joseph (1930), Sacramentum militiae. Das Kennmal der Soldaten, Waffenschmiede und Wasserwächter nach Texten frühchristlicher Literatur, in: Antike und Christentum 2, 268–280
Dölger, Franz Joseph (1936), Die erste Nahrungsaufnahme des Kleinkindes als Begründung seines Lebensrechtes nach Brauch und Satzung der alten Germanen und nach der Volksmeinung der Antike, in: Antike und Christentum 5, 225–231
Dombois, Hans (1961), Das Recht der Gnade. Ökumenisches Kirchenrecht, Witten
Doskocil, Walter (1969), Exkommunikation, in: Reallexikon für Antike und Christentum 7, Stuttgart 1969, 1–22
Drews, Wolfram (2005), Propaganda durch Dialog. Ein asymmetrisches ›Selbstgespräch‹ als Apologie und berufliche Werbestrategie in der Frühscholastik, in: Francia 32,1, 67–90
Drigani, Andrea (2008), Cura animarum e salus animarum, in: Vivens Homo 19, 335–341
Dumézil, Bruno (2010), Les marqueurs juridiques de la conversion en Occident entre IV e et VII e siècle, in: Inglebert, Hervé u.a. (Hg.), Le problème de la christianisation du monde antique, Nanterre 2010, 307–318
Durand, Jean-Paul (2010), Le baptême comme source des droits et des devoirs des fidèles, in: Arrieta, Juan Ignacio (Hg.), Il Ius divinum nella vita della Chiesa, Venedig, 697–752
Duve, Thomas (2002), Zur Rechtsfähigkeit im Kirchenrecht, in: Archiv für katholisches Kirchenrecht 171, 400–419
Duve, Thomas (2003), Kommentierung zu §§ 1–14 BGB, in: Schmoeckel, Mathias u.a. (Hg.), Historisch-Kritischer Kommentar zum BGB, Bd. 1, Tübingen 2003, 167–232
Ebert, Ina (2005), Beschreien der Wände, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, 2. Auflage, Berlin 2008, 544–545
Eckhardt, Karl August (1937a), Irdische Unsterblichkeit. Germanischer Glaube an die Wiederverkörperung in der Sippe, Weimar
Eckhardt, Karl August (1937b), Stufen der Handlungsfähigkeit, in: Deutsche Rechtswissenschaft 2, 289–300
Eckstein, Friedrich (1931–1932), Honig, in: Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens 4, Berlin 1931–1932, 289–310
Ehinger, Otto, Wolfram Kimmig (1910), Ursprung und Entwicklungsgeschichte der Bestrafung der Fruchtabtreibung und deren gegenwärtiger Stand in der Gesetzgebung der Völker. Motivenforschung, Teil I: Ehinger, Otto, Bis zur Rezeption des Fremdrechts in Deutschland, München
Ehrhardt, Arnold (1955), Christian Baptism and Roman Law, in: Bader, Karl S. u.a. (Hg.), Festschrift Guido Kisch. Rechtshistorische Forschungen, Stuttgart, 147–166 |
Elsakkers, Jacqueline (2010), Reading between the lines: Old Germanic and early Christian views on abortion, Amsterdam http://dare.uva.nl/document/171155
Enciclopedia jurídica española 4 (1910), v. Bautismo, Barcelona, 292–306
Erdö, Peter (2002), Die Funktion der Verweise auf das ›Heil der Seelen‹ in den zwei Gesetzbüchern der katholischen Kirche, in: Österreichisches Archiv für Recht & Religion 49, 279–292
Erler, Adalbert (1998), Wasserweihe, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 5, Berlin, 1166–1167
Fehr, Hans (1938), Kraft und Recht, in: Freisler, Roland u.a. (Hg.), Festschrift Justus Wilhelm Hedemann zum sechzigsten Geburtstag am 24. April 1938, Jena, 3–12
Feine, Hans Erich (1972), Kirchliche Rechtsgeschichte. Die katholische Kirche, 5. Auflage, Köln
Fockema Andreae, Sybrandus Johannes (1906), Het oud-nederlandsch burgerlijk recht, Bd. 1, Haarlem
Foot, Sarah (1992), ›By water in the spirit‹: the administration of baptism in early Anglo-Saxon England, in: Blair, John, Richard Sharpe (Hg.), Pastoral Care before the Parish, Leicester, 171–192
Forster, Wolfgang (2013), Die Person und ihr Ansehen – acceptio personae bei Domingo de Soto, in: Kiehnle, Arndt u.a. (Hg.), Festschrift für Jan Schröder zum 70. Geburtstag am 28. Mai 2013, Tübingen 2013, 335–349
Frassek, Ralf (2008), Eckhardt, Karl August (1901–1979), in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 1179–1180
García-Gallo, Alfonso (1988), El bautismo y la capacidad jurídica en la epoca Visigoda, in: Peláez, Manuel J. (Hg.), Orlandis 70: Estudios de derecho privado y penal romano, feudal y burgues, Barcelona, 83–89
Garnsey, Peter (2004), Roman Citizenship and Roman Law in the Late Empire, in: Swain, Simon, Mark Edwards (Hg.), Approaching Late Antiquity. The Transformation from Early to Late Empire, Oxford, 133–155
Gasparri, Stefano (2008), Identità etnica e identità politica nei regni barbarici postromani: il problema delle fonti, in: Tristano, Caterina, Simone Allegria (Hg.), Civis/Civitas. Cittadinanza politico-istituzionale e identità socio-culturale da Roma alla prima età moderna, Montepulciano, 193–204
Gaudemet, Jean (1988), Persona, in: Cristianesimo nella storia. Ricerche storiche, esegetiche, teologiche 9, Bologna, 465–492 (ND Ders., La doctrine canonique médiévale, Aldershot 1994, XIV)
Gaudemet, Jean (1989), L’Église dans l’empire romain (IV e – V e siècles), 2. Auflage, Paris
Gaudemet, Jean (1994), Église et cité. Histoire du droit canonique, Paris
Gaudemet, Jean (1995), Note sur l’excommunication, in: Cristianesimo nella storia 16, 285–306
Gillmann, Franz (1910), Der ›sakramentale Charakter‹ bei den Glossatoren Rufinus, Johannes Faveninus, Sikard von Cremona, Huguccio und in der Glossa ordinaria des Dekrets, in: Der Katholik 90, 300–313
Gillmann, Franz (1912), Die Siebenzahl der Sakramente und der ›sakramentale Charakter‹ in der Summa Coloniensis, in: Der Katholik 92, 453–458 (460)
Gillmann, Franz (1913), Der ›sakramentale Charakter‹ bei Petrus von Poitiers und bei Stephan Langton, in: Der Katholik 93, 74–76
Godefroy, L. (1927), Infanticide, in: Dictionnaire de théologie catholique 7,2, Paris, 1717–1726
Goetz, Hans-Werner (1995), Frauen im frühen Mittelalter. Frauenbild und Frauenleben im Frankenreich, Weimar
Gommenginger, Alfons (1951), Bedeutet die Exkommunikation Verlust der Kirchengliedschaft? Eine dogmatisch-kanonistische Untersuchung, in: Zeitschrift für Katholische Theologie 73, 1–71
Gorbatykh, Vitaliy (2008), L’impedimento della parentela spirituale nella chiesa latina e nelle chiese orientali. Studio storico-canonico, Rom
Graf, Eduard, Mathias Dietherr (1864), Deutsche Rechtssprichwörter, gesammelt und erklärt von dens., Nördlingen
Grimm, Jacob (1899), Deutsche Rechtsalterthümer, 4. Auflage, 2 Bde, Leipzig
Grosch, G. (1910), Die Wasserweihe als Rechtsinstitution, in: Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft 23, 420–456
Guerra Medici, Maria Teresa (1986), I diritti delle donne nella società altomedievale, Neapel
Gurjewitsch, Aaron J. (1994), Das Individuum im europäischen Mittelalter, München
Gy, Pierre-Marie (1990), Du baptême Pascal des petits enfants au baptême Quamprimum, in: Sot, Michel (Hg.), Haut moyen-âge. Culture, éducation et société. Études offertes à Pierre Riché, La Garenne, 353–365
Hahn, Alois (2008), Exklusion und die Konstruktion personaler Identitäten, in: Uerlings, Herbert, Lutz Raphael (Hg.), Zwischen Ausschluss und Solidarität. Modi der Inklusion/Exklusion von Fremden und Armen in Europa seit der Spätantike, Frankfurt am Main, 65–96
Haring, Nicholas M. (1952), St. Augustine’s Use of the Word Character, in: Mediaeval Studies 14, 79–97
Häring, Nikolaus (1955), Character, Signum und Signaculum. Die Entwicklung bis nach der karolingischen Renaissance, in: Scholastik 30, 481–512
Harrill, J. Albert (2001), The Influence of Roman Contract Law on Early Baptismal Formulae (Tertullian, Ad martyras 3), in: Studia Patristica 36, 275–282
Hartmann, Wilfried (1982), Die Mainzer Synoden des Hrabanus Maurus, in: Kottje, Raymund, Harald Zimmermann (Hg.), Hrabanus Maurus. Lehrer, Abt und Bischof, Mainz 1982, 130–144
Hasenfratz, Hans-Peter (1986), Seelenvorstellungen bei den Germanen und ihre Übernahme und Umformung durch die christliche Mission, in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 38, 19–31
Hasenfratz, Hans-Peter, Karin Schöpflin, Günter Stemberger, Gerhard Dautzenberg, Horst Seidl (1999), Seele I–V, in: Theologische Realenzyklopädie 30, Berlin, 733–759
Hattenhauer, Christian (2011), ›Der Mensch als solcher rechtsfähig‹. Von der Person zur Rechtsperson, in: Klein/Menke (2011) 39–66
Hattenhauer, Hans (1982), ›Person‹ – Zur Geschichte eines Begriffs, in: Juristische Schulung 22, 405–411
Hattenhauer, Hans (2000), Grundbegriffe des bürgerlichen Rechts. Historisch-dogmatische Einführung, 2. Auflage, München |
Hattenhauer, Hans (2004), Europäische Rechtsgeschichte, 4. Auflage, Heidelberg
Hattenhauer, Hans (2009), Persona und personae acceptio. Christlicher Beitrag zur römischen Personenlehre, in: Avenarius, Martin u.a. (Hg.), Ars iuris. Festschrift für Okko Behrends zum 70. Geburtstag, Göttingen 2009, 193–215
Heggelbacher, Othmar (1953), Die christliche Taufe als Rechtsakt nach dem Zeugnis der frühen Christenheit, Freiburg im Üechtland
Heggelbacher, Othmar (1954), Die Begründung der frühchristlichen Liebestätigkeit im kirchlichen Taufrecht, in: Caritas 55, 189–194
Heggelbacher, Othmar (1959), Vom römischen zum christlichen Recht. Iuristische Elemente in den Schriften des sog. Ambrosiaster, Freiburg im Üechtland
Heggelbacher, Othmar (1969), Die Taufe als rechtserheblicher, sakramentaler Akt in der christlichen Frühzeit, in: Österreichisches Archiv für Kirchenrecht 20, 257–269
Heggelbacher, Othmar (1974), Geschichte des frühchristlichen Kirchenrechts bis zum Konzil von Nizäa 325, Freiburg im Üechtland
Helmholz, Richard Henry (1996), The Spirit of Classical Canon Law, Athens
Herrmann, Elisabeth (1980), Ecclesia in Re Publica. Die Entwicklung der Kirche von pseudostaatlicher zu staatlich inkorporierter Existenz, Frankfurt am Main
Herz, Martin (1958), Sacrum Commercium. Eine begriffsgeschichtliche Studie zur Theologie der römischen Liturgiesprache, München
Herzog, Markwart, Cecilie Hollberg (Hg.) (2007), Seelenheil und irdischer Besitz. Testamente als Quellen für den Umgang mit den ›letzten Dingen‹, Konstanz
Hinschius, Paul (1888), Das Kirchenrecht der Katholiken und Protestanten in Deutschland, Bd. 4, Berlin
Hinschius, Paul (1895), Das Kirchenrecht der Katholiken und Protestanten in Deutschland, Bd. 5,2, Berlin
His, Rudolf (1928), Geschichte des deutschen Strafrechts bis zur Karolina, München
Hofmann, Linus (1954), Rez. zu: Heggelbacher, Othmar, Die christliche Taufe als Rechtsakt nach dem Zeugnis der frühen Christenheit, in: Trierer Theologische Zeitschrift 63, 188–189
Homann, Eckhard (2004), Totum posse, quod est in ecclesia, reservatur in summo pontifice. Studien zur politischen Theorie des Aegidius Romanus, Würzburg
Hubmann, Heinrich (1967), Das Persönlichkeitsrecht, 2. Auflage, Köln
Hudson, John (2012), The Oxford History of the Laws of England, Bd. 2: 871–1216, Oxford
Hultgård, Anders (2006), Wasserweihe, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 33, 2. Auflage, Berlin 2006, 309–312
Hübner, Rudolf (1930), Grundzüge des deutschen Privatrechts, 5. Auflage, Leipzig
Imbert, Jean (1967), L’influence du christianisme sur la législation des peuples francs et germains, in: La conversione al cristianesimo nell’Europa dell’alto medioevo, Spoleto 1967, 365–396
Imbert, Jean (1994), Les temps carolingiens (741–891). L’Église: les institutions, Paris
Jarnut, Jörg (1997), Selbstverständnis von Personen und Personengruppen im Lichte frühmittelalterlicher Personennamen, in: Härtel, Reinhard (Hg.), Personennamen und Identität. Namengebung und Namengebrauch als Anzeiger individueller Bestimmung und gruppenbezogener Zuordnung. Akten der Akademie Friesach ›Stadt und Kultur im Mittelalter‹ Friesach (Kärnten), 25. bis 29. September 1995, Graz 1997, 47–66
Jerouschek, Günter (2002), Lebensschutz und Lebensbeginn. Die Geschichte des Abtreibungsverbots, 2. Auflage, Tübingen
Joch, Waltraud (1999), Legitimität und Integration. Untersuchungen zu den Anfängen Karl Martells, Husum
Jussen, Bernhard (1991), Patenschaft und Adoption im frühen Mittelalter, Göttingen
Kahl, Hans-Dietrich (1957), Das altschonische Recht als Quelle zur Missionsgeschichte des dänisch-schwedischen Raums, in: Die Welt als Geschichte 17, 26–48
Kahl, Hans-Dietrich (1978), Die ersten Jahrhunderte des missionsgeschichtlichen Mittelalters. Bausteine für eine Phänomenologie bis ca. 1050, in: Schäferdiek, Knut (Hg.), Kirchengeschichte als Missionsgeschichte, Bd. 2,1: Die Kirchen des früheren Mittelalters, München, 11–76
Kannowski, Bernd (2008), Altersstufen, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin 2008, 194–196
Kant, Immanuel (1911), Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, in: Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.), Kant’s gesammelte Schriften, erste Abtheilung: Werke, Bd. 4, Berlin, 385–463
Kant, Immanuel (1914), Die Metaphysik der Sitten, in: Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.), Kant’s gesammelte Schriften, erste Abtheilung: Werke, Bd. 6, Berlin, 203–493
Kern, Fritz (1962), Gottesgnadentum und Widerstandsrecht im früheren Mittelalter. Zur Entwicklungsgeschichte der Monarchie, 3. Auflage, Darmstadt
Kimmelmann, Andreas (2010), Die Folter im Beweisverfahren der Leges Visigothorum. Chindasvinths Gesetzgebung im Spiegel der westgotischen Rechtsentwicklung, Frankfurt am Main
Kleijwegt, Marc (2004), Kind, A–C, in: Reallexikon für Antike und Christentum 20, Stuttgart, 865–931
Klein, Eckart, Christoph Menke (Hg.) (2011), Der Mensch als Person und Rechtsperson. Grundlage der Freiheit, Berlin
Köbler, Gerhard (1982), Die Begründungen der Lex Baiwariorum, in: Landwehr, Götz (Hg.), Studien zu den germanischen Volksrechten. Gedächtnisschrift für Wilhelm Ebel, Frankfurt am Main, 69–85
Köbler, Gerhard (1965), Civis und ius civile im deutschen Frühmittelalter, Göttingen
Körntgen, Ludger (1993), Studien zu den Quellen der frühmittelalterlichen Bußbücher, Sigmaringen
Kroeschell, Karl (1968), Haus und Herrschaft im frühen deutschen Recht. Ein methodischer Versuch, Göttingen |
Krüger, Elmar (2007), Der Traktat ›De ecclesiastica potestate‹ des Aegidius Romanus. Eine spätmittelalterliche Herrschaftskonzeption des päpstlichen Universalismus, Köln
Krüger, Sabine (1984), Character militaris und character indelebilis. Ein Beitrag zum Verhältnis von miles und clericus im Mittelalter, in: Fenske, Lutz, Werner Rösener (Hg.), Institutionen, Kultur und Gesellschaft im Mittelalter. Festschrift für Josef Fleckenstein zu seinem 65. Geburtstag, Sigmaringen, 567–580
Laarmann, Matthias (1991), Limbus patrum/L. puerorum, in: Lexikon des Mittelalters 5, München, 1990–1991
Labouvie, Eva (2008), ›Sanctuaires à répit‹. Zur Wiedererweckung toter Neugeborener, zur Erinnerungskultur und zur Jenseitsvorstellung im katholischen Milieu, in: Kobelt-Groch, Marion, Cornelia Niekus Moore (Hg.), Tod und Jenseits in der Schriftkultur der Frühen Neuzeit, Wiesbaden, 79–96
Landau, Peter (2010), Der Begriff der Kirche aus juristischer Sicht auf dem Weg zur Ökumene, in:Ders., Grundlagen und Geschichte des evangelischen Kirchenrechts und des Staatskirchenrechts, Tübingen 2010, 33–44 (ND von: Valeat aequitas. Festschrift Remigiusz Sobanski, Kattowitz 2000, 253–264)
Le Bras, Gabriel (1955), Prolégomènes, Paris
Le Bras, Gabriel (1959), Institutions ecclésiastiques de la Chrétienté médiévale. Préliminaires, Bd. 1, Paris
Le Bras, Gabriel (1964), L’originalité du droit canon, in: Études juridiques offertes à Léon Julliot de la Morandière, Paris, 265–275
Le Bras, Gabriel (1973), La personne dans le droit classique de l’Église, in: Meyerson, Ignace (Hg.), Problèmes de la personne, Paris, 189–201
Lee, Christina (2008), Forever Young: Child Burial in Anglo-Saxon England, in: Lewis-Simpson, Shannon (Hg.), Youth and Age in the Medieval North, Leiden 2008, 17–36 http://dx.doi.org/10.1163/ej.9789004170735.i-310.11
Lefebvre, Charles (1952), ›Aequitas canonica‹ et ›periculum animae‹ dans la doctrine de l’Hostiensis, in: Ephemerides iuris canonici 8, 305–321
Lefebvre-Teillard, Anne (1990), Le nom. Droit et histoire, Paris
Lefebvre-Teillard, Anne (1994), Infans conceptus. Existence physique et existence juridique, in: Revue d’histoire de droit français et étranger 72, 499–525
Leonhard, R. (1900), Commercium, in: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaften 4,1, Stuttgart, 768–769
Lepelley, Claude (1986–1994), Civis, civitas, in: Augustinus-Lexikon 1, Basel, 942–957
Lett, Didier (1997a), De l’errance au deuil. Les enfants morts sans baptême et la naissance du Limbue puerorum aux XII e–XIIIe siècles, in: Fossiers, Robert (Hg.), La petite enfance dans l’Europe médiévale et moderne, Toulouse, 77–92
Lett, Didier (1997b), L’enfant des miracles. Enfance et société au Moyen Âge (XIIe – XIIIe siècle), Paris
Liebermann, Felix (1906), Wörterbuch, in: Die Gesetze der Angelsachsen, Bd. 2,1, Halle an der Saale (ND Aalen 1960), s.v. Taufe
Liermann, Hans (1962), Person und Persönlichkeit in der Rechtsgeschichte, in: Heckel, Theodor (Hg.), Person und Recht. Vorträge gehalten auf der Tagung evangelischer Juristen 1962, München, 19–39
Lipp, Martin (1982–1983), ›Persona moralis‹, ›juristische Person‹ und ›Personenrecht‹ – Eine Studie zur Dogmengeschichte der ›juristischen Person‹ im Naturrecht und frühen 19. Jahrhundert, in: Quaderni Fiorentini 11/12, 217–262
Lohrke, Brigitte (2004), Kinder in der Merowingerzeit. Gräber von Mädchen und Jungen in der Alemannia, Rahden (Westf.)
Lombardia, Petro (1989), Contribución a la teoria de la persona fisica en el ordenamiento canonico, in: Ius Canonicum 29, 11–106
Lo Negro, Carolina (2001), Christiana Dignitas: New Christian Criteria for Citizenship in the Late Roman Empire, in: Medieval Encounters 7,2, 146–164 http://dx.doi.org/10.1163/157006701X00021
Lunn-Rockliffe, Sophie (2007), Ambrosiaster’s Political Theology, Oxford http://dx.doi.org/10.1093/acprof:oso/9780199230204.001.0001
Lutterbach, Hubertus (2003), Der zivilisationsgeschichtliche Beitrag der frühmittelalterlichen Bußbücher zum christlichen Kinderschutz, in: Historisches Jahrbuch 123, 3–25
Lutz-Bachmann, Matthias (2011), Der Mensch als Person. Überlegungen zur Geschichte des Begriffs der ›moralischen Person‹ und der Rechtsperson, in: Klein/Menke (2011) 109–120
Lück, Heiner (2013), Körperkraft, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 3, 17. Lieferung, 2. Auflage, Berlin, 181–186
Lynch, Jospeh H. (1998), Christianizing Kinship. Ritual Sponsorship in Anglo-Saxon England, Ithaca
Lynch, Joseph H. (1986), Godparents and Kinship in Early Medieval Europe, Princeton
MacCormack, Sabine (1997), Sin, Citizenship and the Salvation of Souls: The impact of christian priorities on Late-Roman and Post-Roman society, in: Comparative Studies in Society and History 39,4, 644–673 http://dx.doi.org/10.1017/S0010417500020843
Maier, B., M. Meier (2000), Initiation und Initiationsriten, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 15, 2. Auflage, Berlin, 439–443
Maldonado y Fernández del Torco, José (1946), La condición juridica del ›nasciturus‹ en el derecho español, Madrid
Markschies, Christoph (1998), Innerer Mensch, in: Reallexikon für Antike und Christentum 18, Stuttgart, 266–312
Mathisen, Ralph W. (2006), Peregrini, Barbari and Cives Romani. Concepts of Citizenship and the Legal Identity of Barbarians in the Later Roman Empire, in: The American Historical Review 111, 1011–1040
Mathisen, Ralph W. (2012), Concepts of Citizenship, in: Johnson, Scott Fitzgerald (Hg.), The Oxford Handbook of Late Antiquity, Oxford, 744–763
Maurer, Konrad (1881), Ueber die Wasserweihe des germanischen Heidenthumes, in: Abhandlungen der philosophisch-philologischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften 15,3, München, 173–253 |
Maurer, Konrad (1908), Über Altnordische Kirchenverfassung und Eherecht, Leipzig
May, Georg (1980), Bann IV. Alte Kirche und Mittelalter, in: Theologische Realenzyklopädie 5, Berlin 1980, 170–182
Mayer-Maly, Theo (1984), Personenrecht, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 3, Berlin, 1623–1626
Mayer-Maly, Theo (2003), Commercium, in: Tijdschrift voor rechtsgeschiedenis 71, 1–6
McCoy, Richard C. (1989), The Rites of Knighthood. The literature and politics of Elizabethan chivalry, Berkeley
Meens, Rob (1994), Children and Confession in the Early Middle Ages, in: Wood, Diana (Hg.), The Church and Childhood, Oxford, 53–65
Meissel, Franz-Stefan (1990), Deutsche Rechtsgeschichte im nationalsozialistischen Staat, in: Davy, Ulrike u.a. (Hg.), Nationalsozialismus und Recht. Rechtssetzung und Rechtswissenschaft in Österreich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, Wien, 412–426
Mejsholm, Lotta (2008), Constructions of Early Childhood at the Syncretic Cemetry of Fjälkinge – A Case Study, in: Lewis-Simpson, Shannon (Hg.), Youth and Age in the Medieval North, Leiden, 37–56 http://dx.doi.org/10.1163/ej.9789004170735.i-310.18
Melicher, Theophil (1930), Der Kampf zwischen Gesetzes- und Gewohnheitsrecht im Westgotenreiche, Weimar
Merzbacher, Friedrich (1954–1955), Die Rechts-, Staats- und Kirchenauffassung des Aegidius Romanus, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 41, 88–97
Metz, René (1976), L’enfant dans le droit canonique médiéval. Orientations de recherche, in: Recueils de la Société Jean Bodin, Bd. 36: L’enfant, Teil II: Europe médiévale et moderne, Brüssel, 9–96
Meunier, Bernard (Hg.) (2006), La personne et le christianisme ancien, Paris
Meyer, Christoph H.F. (2010), Zum Streit um den Staat im frühen Mittelalter, in: Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte 17, 164–175
Meyer, Christoph H.F. (2013), Taufe und Recht. Einige einführende Bemerkungen, in: Rechtsgeschichte. Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte 21, 68–73
Meyer, Heinz, Rudolf Suntrup (1987), Lexikon der mittelalterlichen Zahlenbedeutungen, München
Michaelis, Karl (1937), Die Überwindung der Begriffe Rechtsfähigkeit und Parteifähigkeit, in: Deutsche Rechtswissenschaft 2, 301–325
Michelet, Jules (1837), Origines du droit français cherchées dans les symboles et formules du droit universel, Paris
Michiels, Gommarus (1955), Prinicipia generalia de personis in ecclesia. Commentarius libri II Codicis Juris Canonici, canones praeliminares 87–106, 2. Auflage, Paris
Minges, Parthenius (1902), Gehören Exkommunizierte und Häretiker noch zur katholischen Kirche?, in: Theologisch-praktische Monatsschrift 12, 339–347
Mitteis, Heinrich (1957), Der Rechtsschutz Minderjähriger im Mittelalter, in: Ders., Die Rechtsidee in der Geschichte. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge, Weimar 1957, 621–636
Mitterauer, Michael (2009), Geistliche Verwandtschaft im Kontext mittelalterlicher Verwandtschaftssysteme, in: Spiess, Karl-Heinz (Hg.), Die Familie in der Gesellschaft des Mittelalters, Ostfildern, 171–194
Mohnhaupt, Heinz (1995), Rechtsgeschichte und Recht in Festschriften für Rechtshistoriker und Juristen zwischen 1930–1961, in: Rückert, Joachim, Dietmar Willoweit (Hg.), Die Deutsche Rechtsgeschichte in der NS-Zeit: ihre Vorgeschichte und ihre Nachwirkungen, Tübingen, 139–176
Mohr, Georg (2011), Person, Recht und Menschenrecht bei Kant, in: Klein/Menke (2011) 17–37
Moos, Peter von (2004), Einleitung, in: Ders. (Hg.), Unverwechselbarkeit. Persönliche Identität und Identifikation in der vormodernen Gesellschaft, Köln, 1–42
Morsak, Louis (1977), Zum Tatbestand der Abtreibung in der Lex Baiuvariorum, in: Carlen, Louis, Friedrich Ebel (Hg.), Festschrift für Ferdinand Elsener zum 65. Geburtstag, Sigmaringen, 199–206
Murga, José Luis (1968), Donaciones y testamentos ›in bonum animae‹ en el derecho romano tardio, Pamplona
Nagel, Eduard (1980), Kindertaufe und Taufaufschub. Die Praxis vom 3.–5. Jahrhundert in Nordafrika und ihre theologische Einordnung bei Tertullian, Cyprian und Augustinus, Frankfurt am Main
Negel, Joachim (2005), Ambivalentes Opfer. Studien zur Symbolik, Dialektik und Aporetik eines theologischen Fundamentalbegriffs, Paderborn
Nehlsen, Hermann (1978), Lex Visigothorum, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, Berlin, 1966–1979
Nehlsen, Hermann (2006), Der Einfluss des Alten und Neuen Testaments auf die Rechtsentwicklung in der Spätantike und im frühen Mittelalter bei den germanischen Stämmen, in: Dilcher, Gerhard, Eva-Marie Distler (Hg.), Leges – Gentes – Regna. Zur Rolle von germanischen Rechtsgewohnheiten und lateinischer Schrifttradition bei der Ausbildung der frühmittelalterlichen Rechtskultur, Berlin, 203–218
Neunheuser, Burkhard (1983), Taufe und Firmung, Freiburg
Niederhellmann, Annette (1983), Arzt und Heilkunde in den frühmittelalterlichen Leges. Eine wort- und sachkundliche Untersuchung, Berlin
Nipperdey, Hans Carl (1954), Die Würde des Menschen, in: Neumann, Franz L. u.a. (Hg.), Die Grundrechte. Handbuch der Theorie und Praxis der Grundrechte, Bd. 2, Berlin (2. unveränderte Aufl. 1968), 1–50
Noethlichs, Karl Leo (1986), Heidenverfolgung, in: Reallexikon für Antike und Christentum 13, Stuttgart, 1149–1190
Nolte, Cordula (1995), Conversio und Christianitas. Frauen in der Christianisierung vom 5. bis 8. Jahrhundert, Stuttgart
Nörr, Knut Wolfgang (1992), Prozeßzweck und Prozeßtypus: der kirchliche Prozeß des Mittelalters im Spannungsfeld zwischen objektiver Ordnung und subjektivem Interesse, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 78, 183–209
Nörr, Knut Wolfgang (1996), Ohne Ansehung der Person. Eine Exegese der 12. regula iuris im Liber Sextus und der Glossa ordinaria des Johannes Andreae hierzu, in: Studia Gratiana 27, 443–464 |
Ogris, Werner (1978), Lebensfähigkeit, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, Berlin, 1657–1658
Ogris, Werner (1984), Munt, Muntgewalt, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 3, Berlin, 750–761
Ogris, Werner (2008), Freiteil, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 1782–1784
Olechowski, Thomas (2008a), Aufnehmen eines Kindes, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 341–342
Olechowski, Thomas (2008b), Aussetzen eines Kindes, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 382–383
Padberg, Lutz E. von (1997), Unus populus ex diversis gentibus. Gentilismus und Einheit im früheren Mittelalter, in: Lüth, Christoph u.a. (Hg.), Der Umgang mit dem Fremden in der Vormoderne. Studien zur Akkulturation in bildungshistorischer Sicht, Köln, 155–193
Padberg, Lutz E. von (2007), Zwangsbekehrung, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 34, 2. Auflage, Berlin, 586–589
Padberg, Lutz E. von (2008), Capitulatio de partibus Saxoniae, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 813–815
Partsch, Gottfried (1958), Rez. zu: Ennio Cortese, Per la storia del mundio in Italia. Rivista per le scienze giuridiche XCI (1955–1956), 323–474, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 75, 421–425
Perkow, Ursula (1972), Wasserweihe, Taufe und Patenschaft bei den Nordgermanen, Hamburg
Phillips, Georg (1857), Kirchenrecht, Bd. 2, 3. Auflage, Regensburg
Piepenbrink, Karen (2005), Christliche Identität und Assimilation in der Spätantike. Probleme des Christseins in der Reflexion der Zeitgenossen, Frankfurt am Main
Plöchl, Willibald M. (1960), Geschichte des Kirchenrechts, 1. Bd., 2. Auflage, Wien
Plöchl, Willibald M. (1962), Geschichte des Kirchenrechts, 2. Bd., 2. Auflage, Wien
Poque, Suzanne (1960), Christus mercator. Notes augustiniennes, in: Recherches de science religieuse 48, 564–577
Reynolds, Roger E. (1987), Rites of Separation and Reconciliation in the Early Middle Ages, in: Segni e riti nella chiesa altomedievale occidentale, Bd. 1, Spoleto, 405–433 (ND Ders., Law and Liturgy in the Latin Church, 5th – 12th Centuries, Aldershot 1994, X)
Rüthers, Bernd (1997), Die unbegrenzte Auslegung. Zum Wandel der Privatrechtsordnung im Nationalsozialismus, 5. Auflage, Heidelberg
Saar, Stefan Chr. (2006), Vormundschaft, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 32, Berlin, 2. Auflage, 615–620
Salinero, Raúl González (2000), Las conversiones forzosas de los judíos en el reino visigodo, Rom
Sattler, Dorothea (1994), Charakter, sakramentaler, in: Lexikon für Theologie und Kirche 2, 3. Auflage, Freiburg, 1009–1013
Saxer, Victor (1988), Les rites de l’initiation chrétienne du II e au VIe siècle. Esquisse historique et signification d’apres leurs principaux témoins, Spoleto
Schambeck, Herbert (1967), Bild und Recht des Menschen in der europäischen Sozialcharta, in: Mayer-Maly, Theo u.a. (Hg.), Festschrift für Hans Schmitz zum 70. Geburtstag, Bd. 2, Wien 1967, 216–238
Schäfer, Christoph (1991), Zur σφραγίς von Sklaven in der Lex portorii provinciae Asiae, in: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 86, 193–198
Schempf, Herbert (2008), Fortleben nach dem Tode, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 1639–1641
Scheyhing, Robert (1959–1960), Zur Geschichte des Persönlichkeitsrechts im 19. Jahrhundert, in: Archiv für civilistische Praxis 158, 503–525
Schild, Wolfgang (1989), Person, IV. Recht. – Rechts-P.; Rechtspersönlichkeit, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie 7, Darmstadt, 322–335
Schinkel, Dirk (2007), Die himmlische Bürgerschaft. Untersuchungen zu einem urchristlichen Sprachmotiv im Spannungsfeld von religiöser Integration und Abgrenzung im 1. und 2. Jahrhundert, Göttingen
Schlegelmilch, Sabine (2009), Bürger, Gott und Götterschützling. Kinderbilder der hellenistischen Kunst und Literatur, Berlin
Schmidt, Burghart (Hg.) (2006), Menschenrechte und Menschenbilder von der Antike bis zur Gegenwart, Hamburg
Schmidt-Wiegand, Ruth (1984), Namengebung, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 3, Berlin, 832–836
Schmidt-Wiegand, Ruth (Hg.) (1996), Deutsche Rechtsregeln und Rechtssprichwörter. Ein Lexikon, München
Schmidt-Wiegand, Ruth (2001a), Leges, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 18, 2. Auflage, Berlin, 195–201
Schmidt-Wiegand, Ruth (2001b), Leges Alamannorum, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 18, 2. Auflage, Berlin, 201–205
Schmidt-Wiegand, Ruth (2001c), Lex Ribuaria, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 18, 2. Auflage, Berlin, 320–322
Schmidt-Wiegand, Ruth (2001d), Lex Salica, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 18, 2. Auflage, Berlin, 326–332
Schmitz, Gerhard (1982), Schuld und Strafe. Eine unbekannte Stellungnahme des Rathramnus von Corbie zur Kindestötung, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 38, 363–387
Schnurr, Dennis Marion (1980), The Quamprimum of Infant Baptism in the Western Church, Washington
Schott, Clausdieter (1991), Leges, in: Lexikon des Mittelalters 5, München, 1802–1803
Schöpf, Bernhard (1958), Das Tötungsrecht bei den frühchristlichen Schriftstellern, Regensburg
Schrader, O. (1878), Die älteste Zeittheilung des indogermanischen Volkes, Berlin
Schratz, Sabine (2003), ›... dass Ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet‹ (Mt 18,10). Kinderschutz als Ausdruck des christlichen Ethos in frühmittelalterlichen Rechtsordnungen, in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 22, 255–282 |
Schröder, Jan (1990), Rechtsfähigkeit, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 4, Berlin, 288–293
Schröder, Richard, Eberhard Frhr.von Künssberg (1932), Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte, 7. Auflage, Berlin
Schulte, Johann Friedrich (1856), Das katholische Kirchenrecht, Teil II: System des allgemeinen katholischen Kirchenrechts, Gießen
Schulte, Johann Friedrich von (1901), Die geschichtliche Entwicklung des rechtlichen ›Character indelebilis‹ als Folge der Ordination, in: Revue internationale de Théologie 9, 17–49
Schultze, Alfred (1934), Der Einfluss der kirchlichen Ideen und des römischen Rechts auf die germanische Hausgemeinschaft, in: Atti del Congresso internazionale di diritto romano, Bd. 1, Pavia, 197–223
Schulze, Alfred (1928), Augustin und der Seelteil des germanischen Erbrechts. Studien zur Entstehungsgeschichte des Freiteilsrechtes, Leipzig
Schulze, Alfred (1930), Nachträge zu ›Augustin und der Seelteil‹, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 50, 376–385
Schumann, Eva (2008), Geburt, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, 2. Auflage, Berlin, 1976–1979
Schupfer, Francesco (1907), Il diritto privato dei popoli germanici con speciale riguardo all’Italia, Bd. 2: Possessi e dominii, Città di Castello
Schwab, Dieter (2012), Kind, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Bd. 2, 2. Auflage, Berlin, 1736–1746
Schwarz, Heinz Wilhelm (1993), Der Schutz des Kindes im Recht des frühen Mittelalters. Eine Untersuchung über Tötung, Mißbrauch, Körperverletzung, Freiheitsbeeinträchtigung, Gefährdung und Eigentumsverletzung anhand von Rechtsquellen des 5. bis 9. Jahrhunderts, Siegburg
Schwerdtner, Peter (1983), Personen – Persönlichkeitsschutz und Rechtsfähigkeit im Nationalsozialismus, in: Rottleutner, Hubert (Hg.), Recht, Rechtsphilosophie und Nationalsozialismus, Wiesbaden, 82–91
Schwerin, Claudius Frhr. von Schwerin (1915), Deutsche Rechtsgeschichte (mit Ausschluß der Verfassungsgeschichte), 2. Auflage, Leipzig
Seebold, Elmar (2011), Der Schutz unmündiger Kinder in der ›Lex Salica‹, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 133, 413–420
Siems, Harald (1980), Studien zur Lex Frisionum, Ebelsbach
Siems, Harald (2001), Lex Baiuvariorum, in: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 18, 2. Auflage, Berlin 2001, 305–315
Siems, Harald (2006), Das Lebensbild der Lex Baiuvariorum, in: Hecker, Hans-Joachim u.a. (Hg.), Rechtssetzung und Rechtswirklichkeit in der bayerischen Geschichte, München, 29–73
Siems, Harald (2009), Die Entwicklung von Rechtsquellen zwischen Spätantike und Mittelalter, in: Kölzer, Theo, Rudolf Schieffer (Hg.), Von der Spätantike zum frühen Mittelalter: Kontinuitäten und Brüche, Konzeptionen und Befunde, Ostfildern, 245–285
Sievers, Kai D. (1984), Nahrung (erste eines Kindes), in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 3, Berlin 1984, 831–832
Spaemann, Robert (2012), Was macht Personen zu Personen?, in: Thomas, Hans, Johannes Hattler (Hg.), Personen. Zum Miteinander einmaliger Freiheitswesen, Heusenstamm 2012, 29–44 http://dx.doi.org/10.1515/9783110330236.29
Spengler, Hans-Dieter (2011), Zum Menschenbild der römischen Juristen, in: Juristenzeitung 66, 1021–1030
Stadler-Labhart, Verena (1965), Freilassung und Taufe in ihren Berührungspunkten, in: Elsener, Ferdinand, Wilhelm Heinrich Ruoff (Hg.), Festschrift Karl Siegfried Bader. Rechtsgeschichte, Rechtssprache, Rechtsarchäologie, rechtliche Volkskunde, Zürich, 455–468
Steinauer, Paul-Henri (Hg.) (1990), L’image de l’homme en droit/Das Menschenbild im Recht, Freiburg im Üechtland
Stenzel, Alois (1958), Die Taufe. Eine genetische Erklärung der Taufliturgie, Innsbruck
Tamassia, Giovanni (Nino) (1964), Animae periculum. Nota, in: Ders., Scritti di storia giuridica, Bd. 1, Padua, 545–549
Thier, Andreas (2012), Geschäftsfähigkeit, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, 2. Auflage, Berlin, 270–273
Thraede, Klaus (1981), Gleichheit, in: Reallexikon für Antike und Christentum 11, Stuttgart 1981, 122–164
Thraede, Klaus (1983), Gottesstaat (Civitas Dei), in: Reallexikon für Antike und Christentum 12, Stuttgart, 58–81
Turner, Bertram (2012), Initiationsriten, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, 2. Auflage, Berlin, 1219–1221
Ubl, Karl (2008), Inzestverbot und Gesetzgebung. Die Konstruktion eines Verbrechens (300–1100), Berlin
Ullmann, Walter (1966), The Individual and Society in the Middle Ages, Baltimore
Ullmann, Walter (1967), The Rebirth of the Citizen on the Eve of the Renaissance Period, in: Lewis, Archibald R. (Hg.), Aspects of the Renaissance. A Symposium, Austin, 5–25
Uytfanghe, Marc van (2009), Altfrids Vita Ludgeri als hagiographischer und historischer Text, in: Schütz, Rudolf Ludger (Hg.), Heiliger Liudger Zeuge des Glaubens 742–809. Gedenkschrift zum 1200. Todestag, Bochum, 143–159
Vaccari, Pietro (1936), Dall’unità romana al particolarismo giuridico del medio evo (Italia, Francia, Germania), Pavia
Viollet, Paul (1905), Histoire du droit civil français accompagnée de notions de droit canonique et d’indications bibliographiques, 3. Auflage, Paris
Vismara, Giulio (1967), Cristianesimo e legislazioni germaniche. Leggi longobarde, alamanne e bavare, in: La conversione al cristianesimo nell’Europa dell’alto medioevo, Spoleto 1967, 397–467 (ND Ders., Scritti di storia giuridica, Bd. 1, Mailand 1987, 451–511)
Vogel, Cyrille (1974), Pratiques superstitieuses au début du XI e siècle d’apres le ›Corrector sive medicus‹ de Burchard, évêque de Worms (965–1025), in: Études de civilisation médiévale (XI e – XII e siècles). Mélanges offerts à Edmond-René Labande, Poitiers, 751–761
Vogel, Cyrille (1976), Le ›caractère inamissible‹ de l’ordre d’après le Décret de Gratien, in: Studia Gratiana 20, 437–451 |
Volterra, Edoardo (1980), Istituzioni di diritto romano privato, Rom
Wacke, Andreas (1998), ›Ein Sohnesteil für Jesus Christus‹: Zum Einfluß des Christentums auf das (spätantike) Erbrecht, in: Orbis iuris romani 4, 99–115
Wald, Berthold (2005), Substantialität und Person. Philosophie der Person in Antike und Mittelalter, Paderborn
Walter, Ingeborg (2006), Aussetzung und Kindestötung in den Gründungslegenden einiger italienischer Spitäler, in: Helas, Philine, Gerhard Wolf (Hg.), Armut und Armenfürsorge in der italienischen Stadtkultur zwischen 13. und 16. Jahrhundert. Bilder, Texte und soziale Praktiken, Frankfurt am Main, 163–174
Wächtershäuser, Wilhelm (1978), Kindestötung, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2, Berlin, 736–741
Weber, Max (2005), Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte, Bd. 4, Tübingen
Weinhold, Karl (1897), Die mystische Neunzahl bei den Deutschen, Berlin
Wenger, Leopold (1954), Bürgerrecht, in: Reallexikon für Antike und Christentum 2, Stuttgart, 778–786
Westermann, Harry (1957), Person und Persönlichkeit als Wert im Zivilrecht, Köln http://dx.doi.org/10.1007/978-3-663-02816-1
Wicker, Nancy L. (2012), Christianization, Female Infanticide, and the Abundance of Female Burials at Viking Age Birka in Sweden, in: Journal of the History of Sexuality 21,2, 245–262
Wilda, Wilhelm Eduard (1842), Das Strafrecht der Germanen, Halle an der Saale (ND Aalen 1960)
Wolff, Christianus L. B. de (1761), Institutiones juris naturae et gentium, Venedig
Würdinger, Hans (1935), Einwirkungen des Christentums auf das angelsächsische Recht, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 55, 105–130
Zeumer, Karl (1901), Geschichte der westgothischen Gesetzgebung IV, in: Neues Archiv 26, 91–149
* Harald Siems zum 70. Geburtstag.
0 Lex Baiuvariorum ( Beyerle) VIII,21, S. 100. Vgl. Lex Baiwariorum ( von Schwind) VIII,21, S. 364. Zu möglichen kirchlichen Quellen der Bestimmung vgl. Leges Baiuwariorum ( Merkel) VIII,21, S. 302 Anm. 51. Zur Lex Baiuvariorum allgemein vgl. Siems (2001); Siems (2006).
1 Lex Baiwariorum ( von Schwind) VIII,20, S. 363f. Zu den unterschiedlichen Stufen- und Einheitstheorien über die Entstehung der Lex, die eine Aufzeichnung im Laufe des 6.–8. Jahrhunderts oder in den 740er Jahren als möglich erscheinen lassen, vgl. Siems (2006) 32ff. Zum Begründungscharakter vgl. Köbler (1982); Siems (2001) 311.
2 So z.B. Ehinger/Kimmig (1910) 55; Morsak (1977) 200f., 204 Anm. 25; Elsakkers (2010) 342–346. Allgemein vgl. Jerouschek (2002).
3 Lex Baiwariorum ( von Schwind) IV,29–30, S. 334f. (160 Solidi für die Tötung eines freien Mannes, das Doppelte für die Tötung einer freien Frau).
4 Dahn (1905) 275 (»eine wüste Ausgeburt christlicher Wahnvorstellungen«).
5 Zur Taufe im ersten Jahrtausend vgl. u.a.: Stenzel (1958);Neunheuser (1983); Saxer (1988); Cramer (2009).
6 Dazu allgemein vgl. Meyer (2013).
7 So z.B. Ullmann (1966) 7ff., 12, 101, 123f., 128ff. Zu Ullmann vgl. Meyer (2013) 68f.
8 So z.B. Le Bras (1959) 125–132; Gaudemet (1994) 61ff., 259ff.; 550ff.; Helmholz (1996) 200–228. Materialreich, aber unkritisch: Corblet (1881–1882).
9 Plöchl (1960) 386ff.; Imbert (1994) 49–57.
10 Hinschius (1888) 23–55.
11 Angenendt (1984) 97–116;Lynch (1986); Lynch (1998); Gorbatykh (2008). Zur geistlichen Verwandtschaft vgl. ferner Jussen (1991); Mitterauer (2009).
12 Zum Einfluss auf die Taufe vgl. Ehrhardt (1955); Harrill (2001).
13 Zur Rechtsfähigkeit vgl. J. Schröder (1990); Schild (1989); Duve (2003); C. Hattenhauer (2011).
14 Conrad (1956); Lipp (1982/83); Coing (1985) 167–171.
15 de Wolff (1761), Pars I, cap. III, § 96, S. 33: »Homo persona moralis est, quatenus spectatur tamquam subjectum certarum obligationum atque jurium certorum. Atque hinc status ejus moralis dicitur, qui per obligationes et jura determinatur; […]« Ferner vgl. Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794, Teil I, Titel I, §. 1, S. 61: »Der Mensch wird, in so fern er gewisse Rechte in der bürgerlichen Gesellschaft genießt, eine Person genannt.«
16 Kant (1914) 223: » Person ist dasjenige Subject, dessen Handlungen einer Zurechnung fähig sind. Die moralische Persönlichkeit ist also nichts anders, als die Freiheit eines vernünftigen Wesens unter moralischen Gesetzen […], woraus dann folgt, daß eine Person keinen anderen Gesetzen als denen, die sie […] sich selbst giebt, unterworfen ist.« Vgl. auch Mohr (2011).
17 Liermann (1962); H. Hattenhauer (1982); H. Hattenhauer (2000) 1–23; C. Hattenhauer (2011).
18 Lutz-Bachmann (2011) 114–117.
19 Zu Aegidius Romanus vgl. Merzbacher (1954/55) 93; Homann (2004) 138–142; Krüger (2007) 375f. Zur Wirkung der Exkommunikation vgl. Hinschius (1895) 494; Schröder/von Künssberg (1932) 834; Plöchl (1962) 392.
20 Wald (2005); Meunier (2006).
21 Zur Rolle des Christentums allgemein vgl. z.B. Coing (1962) 63; Hubmann (1967) 23–31; H. Hatten- hauer (2009).
22 Westermann (1957) 40f. (Diskussionsbeitrag von Hermann Conrad); Scheyhing (1959/1960) 508.
23 Eckhardt (1937b); Michaelis (1937).
24 Schwerdtner (1983); Rüthers (1997) 323–336. Ferner vgl. Thier (2012).
25 Duve (2003) 180f. (Rn. 15).
26 Er zieht am Ende des Aufsatzes folgendes Fazit: »Germanischer Überlieferung entspricht es, wenn die Stufen der Handlungsfähigkeit nicht an ein zufälliges, rein privates Datum, sondern an die entscheidenden Tage der fortschreitenden Eingliederung in die Volksgemeinschaft geknüpft werden.« Vgl. Eckhardt (1937b) 300. Zur Person vgl. Frassek (2008).
27 Kant (1911) 428.
28 Spaemann (2012) 31.
29 Hübner (1930) 50–123;Burdese/Maffei (1960); Conrad (1962) 152f., 395–399; Albanese/Campitelli (1983); Mayer-Maly (1984).
30 Zur Exkommunikation allgemein vgl. May (1980); Reynolds (1987) 405; Gaudemet (1995); Birr (2008). Ferner vgl. Hahn (2008).
31 Feine (1972) 219f.; May (1980) 172f. Zu älteren antiken Traditionen vgl. Doskocil (1969).
32 Siehe oben Anm. 20.
33 Le Bras (1973) 194f.
34 Dagegen vgl. H. Hattenhauer (2004) 241–245 (»Entdeckung der Person« als ein wesentlicher Aspekt des 11.–13. Jahrhunderts).
35 Damm (2002) 871. Zum Folgenden vgl. auch Minges (1902).
36 Brommer (1908); Gillmann (1910); Gillmann (1912) (460); Gillmann (1913); Dassmann (1986–1994);Sattler (1994).
37 Haring (1952); Häring (1955); Amata (1998). Zu älteren Traditionen vgl. Dölger (1911); Heggelbacher (1953) 99–105.
38 Angenendt (1984) 45–48. Ob das frühmittelalterliche Verständnis der Taufe mit Stichworten wie »Ritualismus« (ebd. 45) und »Unfähigkeit zu theologischer Reflexion« (46) historisch angemessen erfasst ist, mag dahingestellt bleiben.
39 Weber (2005) 530f., 594. Vgl.von Schulte (1901); Vogel (1976).
40 Chrimes (1936) 7; Kern (1962) 102f.; Carlen (1984) 9; McCoy (1989) 13. Ferner vgl. Krüger (1984).
41 So z.B. Nipperdey (1954) 3. Vgl. Schambeck (1967) 221.
42 Gurjewitsch (1994) 117. Vgl. Drews (2005) 74 Anm. 30.
43 Codex Iuris Canonici / 1917 can. 87: »Baptismate homo constituitur in Ecclesia Christi persona cum omnibus christianorum iuribus et officiis, […]« Vgl. Michiels (1955) 3–28;Lombardia (1989) 57–70.
44 Codex Iuris Canonici / 1983 can. 96: »Baptismo homo Ecclesiae Christi incorporatur et in eadem constituitur persona, cum officiis et iuribus quae christianis, attenta quidem eorum condicione, sunt propria, […]« Vgl. Durand (2010).
45 Heggelbacher (1953); Heggelbacher (1954); Heggelbacher (1959) 103–112; Heggelbacher (1969); Heggelbacher (1974) 152–164.
46 Heggelbacher (1953) 1, 22ff., 160, 183. Dagegen vgl. ebd. 105 (vorsichtiger). Für eine grundsätzliche andere Antwort auf die Frage nach der rechtlichen Natur der Taufe vgl. Dombois (1961) 301–310.
47 Hofmann (1954).
48 Schulte (1856) 567ff.; Gaudemet (1988) 471; Duve (2002).
49 Das betrifft etwa die Frage, ob Taufe und Taufcharakter allein oder erst in Verbindung mit anderen Elementen (z.B. Glaube und Gehorsam) eine Kirchenmitgliedschaft begründeten und was genau die Gründe für die Unzerstörbarkeit des Taufcharakters sind, die erst seit Thomas von Aquin aus der Eingliederung in die Kirche erklärt wird. Vgl. Gommenginger (1951), insbesondere 14ff.; Heggel- bacher (1953) 5f.; Breitenbach (1998) 56–60.
50 Dölger (1930) 277. Ferner vgl. Schäfer (1991).
51 Tertullianus, Adversus Marcionem, Lib. II cap. XXVII,1, S. 505 Z. 28 ( nihil tam dignum deo quam salus hominis); Maximus Taurinensis, Sermones collectionis, Sermo XXXII, cap. 2, S. 126 Z. 47–48 ( omni necessitate maior necessitas est salutis). Ferner vgl. Hasenfratz (1986); Markschies (1998); Hasenfratz/Schöpflin/Stemberger/Dautzenberg/Seidl (1999); Bremmer (2009).
52 Zur Rolle der Seele im rechtlichen Kontext vgl. u.a. Carlen (1990) 81ff.; Battenberg (2007); Herzog/Hollberg (2007); Schempf (2008).
53 Siehe oben S. 89.
54 Zum Bild des Menschen im Recht allgemein vgl. Steinauer (1990); Schmidt (2006); Spengler (2011).
55 Vgl. auch Mitteis (1957) 621f.
56 Siehe unten S. 97f.
57 Beumer (1959).
58 Gal 3,27–28: »quicumque enim in Christo baptizati estis Christum induistis non est Iudaeus neque Graecus non est servus neque liber non est masculus neque femina omnes enim vos unum estis in Christo Iesu«. Vgl. 1 Cor 12,12; Eph 4,4–5; Phlm 16 sowie Thraede (1981); Dassmann (2011a) 105–111. – Anders verhielt es sich für die Sondergruppen der Katechumenen und Neophyten.
59 Nörr (1996); Dassmann (2011b); H. Hattenhauer (2009); Forster (2013).
60 Das ist umso bemerkenswerter, als die betreffende Vorstellung der weltlichen Rechtskultur des frühen Mittelalters, in welcher der sozialen Stellung von Konfliktbeteiligten und damit der Gemeinschaft zentrale Bedeutung zukam, ursprünglich wohl fremd war. Vgl. Althoff (2002).
61 Zum Universalismus des Christentums im frühen Mittelalter vgl. von Padberg (1997);Angenendt (2009) 190–204. Ferner vgl. Kahl (1957) 27f.
62 1 Cor 5,12–13: »quid enim mihi de his qui foris sunt iudicare […] nam eos qui foris sunt Deus iudicabit […]« Vgl. Brand-Pierach (2004).
63 Vgl. auch Mc 16,15.
64 Dazu vgl. Phillips (1857) 395f.
65 Noethlichs (1986); von Padberg (2007); Angenendt (2009) 378–387. Zum Westgotenreich vgl. Salinero (2000).
66 Siehe oben Anm. 46. Ferner vgl. Gaudemet (1989) 55–69.
67 Auf den besonderen Fall des Sklaven, der nach römischem Recht kein Mensch, sondern eine Sache war, kann hier nicht näher eingegangen werden. Die Rolle der Taufe für die »Humanisierung« des Sklavenrechts würde eine eigene Untersuchung erfordern. Dazu vgl. auch Anm. 81.
68 Zu Person und Werk vgl. Lunn-Rockliffe (2007).
69 Ambrosiastri qui dicitur commentarius in epistulas Paulinas, Ad Efesios 2, 19, S. 85: »sicut enim quaecumque gens Romanorum pacem sequi desideravit oblatis donis suscepta est, ut essent cives Romani, quemadmodum Tharsocilicienses – unde apostolus civem Romanum se dicit –, ita et quicumque fidei Christianae se sociaverit, fit civis sanctorum et domesticus dei.« Vgl. Heggelbacher (1959) 110. Zur Rezeption dieser Stelle bei Dante vgl. Aversano (1988) 171.
70 Schinkel (2007) 144–147.
71 Act 16,37; 22,28.
72 Augustinus, De civitate Dei, Lib XV, cap. 2, S. 455 Z. 41–44; Thraede (1983); Lepelley (1986–1994); Garnsey (2004) 150–155.
73 1 Cor 2,14–15. Vgl. 1 Cor 3,2–3; Gal 5,24 sowie Ullmann (1966) 7f.
74 Mathisen (2006); Mathisen (2012). Zu der bereits bei Orosius anzutreffenden Vorstellung, Christus sei römischer Bürger gewesen, vgl. Beck (1968) 394ff.
75 Wenger (1954); Clevenot (1988).
76 Tertullianus, De anima, Cap. XLI,1, S. 844 Z. 21.
77 Heggelbacher (1953) 118ff.; Conde Cid (2012).
78 Zum christlichen Einfluss auf das römische Recht der Person vgl. Biondi (1952) 327–342.
79 Codex Iustinianus V,4,26,2. Vgl. Ubl (2008) 69f., 236. Vgl. auch oben Anm. 12.
80 Stadler-Labhart (1965); Herrmann (1980) 142f.; Bellen (2001) 25–29.
81 Biondi (1952) 161f.; MacCormack (1997) 654–659; Piepenbrink (2005) 63–94.
82 Schnurr (1980) 1–58; Kleijwegt (2004) 917–920. Ferner vgl. Nagel (1980).
83 Baccari (1996); Lo Negro (2001).
84 Le Bras (1955) 23–26;Nörr (1992) 189f. Vgl. auchLe Bras (1964) 265 Anm. 1; Drigani (2008) sowie Erdö (2002) (zum 20. Jahrhundert).
85 Tamassia (1964); Vismara (1967) 414 Anm. 32. Ferner vgl. Lefebvre (1952).
86 Codex Iustinianus I,5,18 pr. Zum Folgenden vgl.Biondi (1952) 138ff.
87 Codex Iustinianus IX,27,6,1, (a. 439), S. 385: »Et licet neminem […] arbitramur immemorem, ut saluti propriae ullum commodum anteponat […]«; Codex Iustinianus, I,2,21,2 (a. 529), S. 16: »non absurdum est animas hominum quibuscumque causis vel vestimentis praeferri: […]«; Novellae Iustiniani LXV praef. 2.
88 Codex Iustinianus IX,27,6,1 (ca. 439).
89 Schulze (1928); Schulze (1930); Bruck (1956); Murga (1968); Wacke (1998); Ogris (2008) (mit weiterer Literatur).
90 Codex Theodosianus XVI,6; Codex Iustinianus I,6.
91 Volterra (1980) 92.
92 Liermann (1962) 23. Ferner vgl.Ullmann (1967).
93 Vaccari (1936); Arcari (1968) 240–259.
94 Zum ersten Überblick vgl. Buchner (1953); Schott (1991); Schmidt-Wiegand (2001a);Siems (2009).
95 Mathisen (2006) 1037–1040. Ferner vgl. Köbler (1965); Gasparri (2008).
96 Zu der kontroversen Frage nach dem Staat im frühen Mittelalter vgl. Meyer (2010).
97 Maier/Meier (2000); Kannowski (2008); Turner (2012).
98 Bätschi (1887) 72–95; Ogris (1978);Schumann (2008); Lück (2013). Ferner vgl. Fehr (1938). Wie im Falle von K.A. Eckhardt so ist auch bei Fehr ein Bemühen erkennbar, die betreffenden Tendenzen des frühmittelalterlichen Rechts mit Blick auf die Gegenwart der 1930er Jahre zu kultivieren. Vgl. Meissel (1990) 423f.;Mohnhaupt (1995) 160f. Ferner siehe oben S. 91f.
99 Zum Folgenden vgl. Coulin (1910); Metz (1976); Wächtershäuser (1978); Schwarz (1993); Lutterbach (2003); Schratz (2003); Lohrke (2004) 27–37;Schwab (2012). Ferner vgl. Godefroy (1927); Kannowski (2008).
100 Brunner (1895).
101 Pactus legis Salicae 24,6, S. 91; Lex Ribvaria 40 (36),10, S. 94. Vgl. Beyerle (1935) 62. Die Bestimmung fehlt in späteren Rezensionen der Lex Salica. Vgl. Niederhellmann (1983) 124f.; Schwarz (1993) 62;Seebold (2011). Zu Lex Salica und Lex Ribuaria vgl. Schmidt-Wiegand (2001c); SchmidtWiegand (2001d).
102 Pactus legis Salicae 15,1, S. 70; Lex Ribvaria 7, S. 77.
103 Pactus legis Salicae 24,1, S. 89.
104 Pactus legis Salicae 24,6, S. 91.
105 Eckhardt (1937a) 74–94; Schmidt-Wiegand (1984); Jarnut (1997) 56; Joch (1999) 145–148.
106 Maurer (1881); Grosch (1910); Erler (1998); Hultgård (2006). Zur christlichen Namensgebung im frühen Mittelalter vgl. Lefebvre-Teillard (1990) 11–20.
107 Olechowski (2008a).
108 Zur Neunzahl vgl. Weinhold (1897) 1–61; Meyer/Suntrup (1987) 581–590. Zur Zählweise vgl. Schrader (1878) 44ff. (324ff.); Grimm (1899), Bd. 2, 506.
109 Für Belege im zweiten Jahrtausend vgl. Brunner (1906) 52.
110 Pactus Alamannorum II,30, S. 22. Zu den alemannischen Rechtsaufzeichnungen vgl. Schmidt-Wiegand (2001b).
111 Lex Alamannorum LXX (A-Fassung), S. 137.
112 Lex Visigothorum IV,2,18 (Chindaswinth), S. 185–188. Dazu siehe unten S. 104f.
113 Eckhardt (1937a) 89.
114 So schon Coulin (1910) 133f.
115 Zu Eckhardts weltanschaulichen Hintergründen siehe oben S. 92.
116 Brunner (1906) 101f.; Schröder/von Künssberg (1932) 71f. (jeweils mit älterer Literatur).
117 Tacitus, Germania, cap. 19,3, S. 98: »Numerum liberorum finire aut quemquam ex agnatis necare flagitium habetur, plusque ibi boni mores valent quam alibi bonae leges.«
118 Schröder/von Künssberg (1932) 72 Anm. 43.
119 Zum Folgenden vgl. Wilda (1842) 724–728; Wächtershäuser (1978) 737f.
120 Dazu siehe unten S. 101.
121 Zu der umfangreichen und zum Teil kontroversen Literatur zur Munt vgl. Ogris (1984); Saar (2006) (jeweils mit weiterführenden Angaben).
122 Grimm (1899), Bd. 1, 617ff.; Bluhme (1873); Brunner (1906) 92ff.; Schupfer (1907) 96–100.
123 Cortese (1955–1956). Dazu vgl. Partsch (1958). – Ähnliche Vorstellungen wie Cortese vertritt seine Schülerin Guerra Medici. Vgl. Dies. (1986) 70ff. Ferner vgl. Kroeschell (1968) 37–40.
124 Vgl. Anm. 102.
125 Maurer (1881) 221–224; Oleschowski (2008b). Ferner vgl. Crawford (2010) 62f.; Wicker (2012).
126 Lex Frisionum V,1, S. 46. Vgl. Siems (1980) 334–338.
127 Altfrid, Vita Liudgeri, Lib. I cap. 6–7, S. 10–12. Vgl. van Uytfanghe (2009) 155. Siehe unten S. 102. Zur heiligen Odilia (Ottilie), deren Vater sie töten wollte, weil sie blind war, vgl. Goetz (1995) 136f.
128 Boswell (1990) 211f.
129 Lex Frisionum V,2, S. 46.
130 Paenitentiale Oxoniense II, cap. 32–33, S. 196. Vgl. Sievers (1984); Körntgen (1993) 186–189; Meens (1994) 57f.
131 Würdinger (1935); Imbert (1967); Vismara (1967); Nehlsen (2006).
132 von Moos (2004) 23.
133 Bader/Dilcher (1999) 97. Für Skandinavien vgl. Perkow (1972) 36–46.
134 Zur Taufe als Formalakt vgl. Kahl (1978) 50; Angenendt (2006) 36. Zur Taufe im frühen Mittelalter allgemein vgl. Cramer (2003) 130–220.
135 Zur Quelle siehe Anm. 128. Ferner vgl. Eckstein (1931–1932) 293f.; Dölger (1936); Sievers (1984) 831f.
136 Grimm (1899), Bd. 1, 630 Anm. * (zur Vita Liudgeri vgl. ebd. 631). Zur Sache vgl. Böttcher (1994) 466ff.
137 Eckhardt (1937a) 83f. Dagegen vgl. Olechowski (2008b) 383. Zu einem solchen Übergang in Skandinavien vgl. Mejsholm (2008) 47–50.
138 Capitulatio de partibus Saxoniae, cap. 19, S. 40. Vgl. von Padberg (2008).
139 Capitulatio de partibus Saxoniae, cap. 8, S. 38f. Vgl. auch Chélini (1990) 62–67.
140 Die Gesetze der Angelsachsen, Bd. 1, Ine 2,1, S. 90f.
141 Zu den Fristen vgl. Gy (1990).
142 Die Gesetze der Angelsachsen, Bd. 1, Ine 76,1, S. 122. Bei Firmpatenschaft beträgt die Buße nur die Hälfte (Ine 76,3, ed. S. 122f.). Vgl. Angenendt (1984) 116; Hudson (2012) 242f. Für eine Entstehung der Vorschrift in späterer angelsächsischer Zeit hat sich – wenig überzeugend – Lynch ausgesprochen. Vgl. Lynch (1998) 196–199.
143 Zum Hoch und Spätmittelalter vgl. Boswell (1990) 267–427; Walter (2006).
144 So z.B. Schultze (1934).
145 Siehe oben S. 101.
146 Die Gesetze der Angelsachsen, Bd. 1, Ine 2,2, S. 90f. Vgl. Liebermann (1906) 677f.
147 Zu weiteren möglichen Hintergründen vgl. Lee (2008) 33.
148 Schwarz (1993) 27f.; Lutterbach (2003) 17. Vgl. Schöpf (1958) 124–142.
149 Concilia aevi Karolini DCCCXLIII–DCCCLIX, Mainz a. 852, cap. 9, S. 247. Vgl. Schmitz (1982) 364f., 372ff.; Hartmann (1982) 141.
150 Siehe oben S. 89.
151 Wilda (1842) 727f.; His (1928) 122f. Zur Rolle der Taufe im skandinavischen Recht vgl. Maurer (1908) 377–469.
152 Die Gesetze der Angelsachsen, Bd. 1, Ine, Prolog, S. 88f.
153 Paenitentiale Oxoniense II, cap. 27, S. 195f. Vgl. Körntgen (1993) 186 Anm. 651.
154 Carpin (2005); Carpin (2006); Dumézil (2010) 315f.
155 Laarmann (1991); Lett (1997a).
156 Gregor von Tours, Libri I–IV de virtutibus sancti Martini episcopi, II,43, S. 174; Gregor von Tours, Liber vitae patrum, II,4, S. 221. Vgl. Nolte (1995) 136–151, insbesondere 139f.
157 Gregor von Tours, Libri historiarum X, II, 29, S. 75 Z. 7–8: »[…] quia scio, in albis ab hoc mundo vocatus Dei obtutibus nutriendus«.
158 Agnellus Ravennas, Liber Pontificalis ecclesiae ravennatis, cap. 125 (De sancto Damiano), S. 299f.; Cavazza (1994); Labouvie (2008). Ferner vgl. Lett (1997b) 193–218.
159 Corblet (1881) 437–440; Angenendt (1984) 57f.
160 Crawford (1999).
161 Burchard von Worms, Decretorum libri XX, Lib. XIX, cap. 5, fol. 200rb; Corrector Burchardi, cap. CLXVI, S. 662. Vgl. Brunner (1905) 263; Vogel (1974) 756.
162 Corblet (1881) 441; Cavazza (1994) 22ff.
163 Zum Westgotenrecht vgl. Nehlsen (1978); Kimmelmann (2010) 39–54. Nicht zugänglich war dem Verfasser die Monographie von Calabrús Lara (1991).
164 Concilios visigóticos e hispano-romanos, Concilium Toletanum III c. 17, S. 24.
165 Lex Visigothorum, IV,4,1 (Antiqua), S. 193f. Vgl. Melicher (1930)18ff.
166 Lex Visigothorum, IV,2,18 (Chindaswinth), S. 185–188. König Erwig fügte an der entscheidenden Stelle der Chindaswinth-Konstitution (»si filius filiave decem diebus vivens et baptizatus ab hac vita discesserit«; ebd. S. 185 (linke Spalte) Z. 19–21) zwischen decem und diebus die Worte sive amplius vel infra ein (ebd. S. 185 (rechte Spalte) Z. 19–20) und relativierte so die praktische Bedeutung der Frist gegenüber dem Erfordernis der Taufe. Vgl. Zeumer (1901) 124–133; MacCormack (1997) 657ff.
167 Maldonado y Fernández del Torco (1946) 77ff.; García-Gallo (1988); Lefebvre-Teillard (1994) 507ff.
168 MacCormack (1997) 659. Vgl. Anm. 73.
169 Brunner (1906) 101 Anm. 52.
170 Lex Alamannorum, LXXXIX,1 (A-Fassung), S. 151. Ähnliche Regelungen finden sich noch im hoch- und spätmittelalterlichen Recht in Gestalt des sog. Beschreiens der Wände. Vgl. Brunner (1895) 64ff.; Ebert (2008).
171 Lex Visigothorum, IV,2,17 (Recceswinth), S. 184f. Vgl. Dahn (1874) 319;MacCormack (1997) 658f.
172 Zeumer (1901) 124.
173 Lex Visigothorum, IV,2,17, S. 184 Z. 25 – S. 185 Z. 1: »Sicque naufragus in medio lucis angustias mox genitales exiit, mox fatales relapsus est in tenebras.«
174 Lucretius, De rerum natura, hg. von H. Diels, Lib. V v. 222–227, S. 254: »tum porro puer, ut saeuis proiectus ab undis / nauita, nudus humi iacet, infans, indigus omni / uitali auxilio, cum primum in luminis oras / nixibus ex aluo matris natura profudit, / uagituque locum lugubri complet, ut aecumst / cui tantum in uita restet transire malorum.« Vgl. Schlegel-milch (2009) 20f.
175 Michelet (1837) 9; Cramer (2003) 114f.
176 Lex Visigothorum, IV,2,17, S. 185 Z. 10–11: »Sicque salutari conmercio, dum hereditat ille celum, hereditet iste solum; […]« Vgl. Leo Magnus, Tractatus, LIV,4, S. 320 Z. 79–85. Zu den theologiegeschichtlichen Hintergründen des salutare commercium vgl. Herz (1958) 79–104;Poque (1960); Angenendt/Braucks/Busch/Len- tes/Lutterbach (1995) 5f.; Negel (2005) 140f.
177 Leonhard (1900); Mayer-Maly (2003).
178 Brunner (1895) 65f.; Enciclopedia jurídica española, Bd. 4, v. Bautismo, S. 298;Viollet (1905) 495f.;Fockema Andreae (1906) 128;Kahl (1957) 29–33; Carlsson (1972) 163–185, 219–234, 255–258, 264–267.
179 Graf/Dietherr (1864) 210 Nr. 190 (vgl. ebd. 212); Schmidt-Wiegand (1996) 317. Ein anderes Rechtssprichwort zieht aus diesem Grundsatz die Konsequenz im Sinne einer auch vom Kirchenrecht urgierten möglichst frühen Taufe: »Man sagt das Kind besser zum Christentum und Erbe als davon.« Vgl. ebd. 66. Inwieweit dieser Grundsatz Anwendung fand, ob er nur für eheliche Kinder galt und ob vor allem ungetaufte Kinder weiterhin straflos ausgesetzt werden durften, wie die ältere Rechtsgeschichte vermutete, bedürfte genauerer Untersuchung. Vgl. Grimm (1899), Bd. 1, 630; von Schwerin (1915) 137.